47- Die Wirthschaft
gutes Beyspiel giebt, der Meister hat keinen Vortheilvor den andern, nur dann, wenn er es bey dem be-ichten bewenden last, werden die übrigen rmgedultig zufolgen. Auf diese Weife trage ich die Haftung zuGOtt, daß meine Nachkommen immer in Frieden undRuhe beysammen bleiben, und nicht nöthig habenwerde», ihre Güter zu vertheilen, oder nach einem an-dern Beruf lüstern zu werden. Ihr habet ganz recht,versetzte mein Freund, bleibet euren Grundsätzen getreu,si> kan es. nicht fehlen, die gesegneten Folgen könnenunmöglich zurückbleiben. GOtt wird eure Treue be-lohnen, ihr werdet Zufriedenheit, Liebe und Eintracht,noch unter euren Enkeln blühm sehen.
Letztverwichenes Jahr, ward sein Bruder von derDorfschaft zum Schulmeister erwehlt, Kleinjogg sahedieses als das gröste Glück an, das ihm GOtt jemahlbescheret hat. Er hofte nunmehr seine Grundsätze all-gemeiner zu machen, und so die Glückseligkeit, die erbey der guten Ordnung seiner Haushaltung empfindet,über feine Mitbürger auszubreiten. Er sagte mir vol-ler Freuden: Nun habe ich einen Gewalt in den Hän-den, dieser giebt meinen Vorstellungen einen großenNachdruck, ihr glaubet nicht, wie viel der Gewalt zumGuten hilft, wenn man ihn recht braucht, ich will
nun