güldene Kette mit Demanten um den Nacken zuwcrffen. Ihr Vater, durch die Bedienten von dem^Besuche seines Erzfeindes benachrichtigt, eilte sogleichbewaffnet herbey. Da er vernohmen hatte, daß Stei-ger allein gekommen wär, kam auch er ohne Begleite,in der festen Erwartung, daß ein blutiger Zwey-kampf ihre Feindschaft beylegen werde. Unter sol-chen Gedanken rief er ihm zu : Was suchst du hier,Unglückseliger ? — Mit ruhiger Gelassenheit ant-wortete Steiger: — Den Tod, wenn du unver-söhnlich bist; bist du aber großmüthig, deine Freund-schaft und deine Tochter! — Bey dieser Erklärungwarf Rägelin sein Gewehr auf den Boden, um-armte Steigern mit väterlicher Liebe, und beydeschwuren einander unausiösliche Freundschaft. Hier-auf vermählte sich Steiger im acht und vierzigsienJahre des Alters den 22. Jul. 1^67. mit Fräu-lein Magdalena Rägelin. Den 4. Augstmonat wur-de das Beylager von dem ganzen grossen Rathe,von der Geistlichkeit, vom Adel, von den Bürgernmit Gasimalen, Maskeraden, Turnieren geftyert;den Neuvermählten zu Ehren wurde ein Schauspiel,die Geschichte der Königin Esther, öffentlich an derKreuzgasse gespielt. In» I. i?68. ward ihm einSohn gebohren. Im I. 1^69, zog er als Oberstüber i2oo. Mann gegen Savoyen. In den folgen-den Jahren mußte er wieder verschiedene Gesandt-schaften über sich nehmen. Er starb den 10, Febr.
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