Band 
Dritter Band.
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diese Zeit kaufte er von den Edeln von Stein ihrenAntheil an der Herrschaft Münsigen und Wichtracht.Im I. 1564, gicng er als Gesandter nach Genf,Frcyburg und Basel. Im I. i$66. «dermal nachGenf, Basel, Würtemberg, Wallis und Pündtcn.

In gleichem Jahre starb seine Gemahlin nacheiner nenn und zwanzigjährigen, kinderlosen Vereh-lichung. Hierauf dachte er auf eine zwote Verbin-dung, und zwar auf eine solche, die ihn mit dem an,dern Schultheiß, Hans Franz Nägelin, aussöhnenkönnte. Der Groll zwischen beyden war bisher sotödtlich, daß keiner von ihnen ohne starkes bewaffne,tcs Gcfolg auf das Rathhaus, zur Kirche oder vordie Stadt gehen durfte. Fruchtlos waren alle Be-mühungen, sie zu versöhnen. Auch die angesehen-sten Männer wagten es nicht, für unsern Steigerbey Nägelin auch nur ein Wörtgen zu reden. Mitedler Entschlossenheit gieng also Steiger selbst gera-dezu aufdas Schloß zu Bremgarten, wo Nägelin dieschöne Jahreszeit auf dem Lande zubrachte. Kühnnäherte er sich dem Schloßthor, gieng so gar in denVorhof, erblickte da Nägelins schöne Tochter, Mag-dalena, mit fliegenden Haaren, die sie eben in Ord-nung brachte, während daß sie auf einer Rasenbankedas Federvieh um sich her sammelte. Voll Ehrer-bietung neigete er sich gegen ihr. Sie erkannte inihm den ärgsten Feind ihres Vaters und wollte ent-fliehn. Es gelang ihm, ihr auf der Flucht eine

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