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eines widerrechtlichen Welt-Gewalts entwischt sind. Der Staat,unser Vatterlande empfand nicht geringere Trangsaalen. Wo wol-len wir die Urquelle der Unbilden finden ? nirgends anders, als in derEntführung des Fürsten-Geists, welche unser Oberhaupt betraff.EOkt verhcngte es über uns ; und dennoch stund er uns noch bey.
Wir sind ihm Gelübde, und Opfer schuldig. Der neunte Ju-lius (*) des lauffenden Jahrs war der Tag seiner Barmherzigkeitgegen uns, und zugleich der Straffe gegen jene, welchen sein Schau-der-machendes Verhangniß den so nothwendigen Fürsten - Geist ausihrer eigenen Schuld geraubt hat.
Ich rede heut zu euch liebste Bräder ! Ich rede nach der Ab-thronung Peters des Dritten mit grösserer Lust, als da ich ihm zuPetersburg bey seiner Besteigung des Rußischen Throns den fünffund zwanzigsten Christmonat (a) tausend siebenhundert, ein und fechs-zig im Namen unsers 8)mo6u8 meine Glückswünschungs - Rede sprach.Ich will euch davon die Ursache deutlich geben, ob euch schon selbenicht verborgen ist. Die Erbarmungen GOttes sollen euch noch hand-greiflicher werden, wenn ich euch die Gefahr unser OrthodoxenRüche, und des Staats in Zeit einer halben Jahrs - Frist ,Zeit derer der unglückliche Monarch auf dem Rußischen Thronsaß, erweisen wird, woran der Verlust, oder vielleicht garder Abgang des Fürsten-Geists die bösen Stifftungen machte, undihr werdet euch nach meiner Erinnerung verpflichtet sehen , der gü-tigen Vorsichtigkeit GOttes Gelübde zu machen und Opfer zu brin-gen. Höret mich an.
GAyserthume, und Königreiche beruhen auf keinen anderen Stützen,^ denn jenen, so ihnen GOtt wider die Zerschütterung unterlegthat; und mögen auch diejenigen keine Ifüglichere ausfindig machen,die sie beherrschen. Alle Hoheiten kommen von GOtt; Er ist, durchwelchen die Könige herrschen, und die Gewaltigen Gesetze schreiben.
A z Behal-
(*) Ly-I. V. aS. ^unü. (s) f, ^an. 8l/I. dlov.