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Alēthinos kai prōtos poimēn : = Verus et primus pastor : feyerliche Danck-Rede des hochwürdigsten Ertz-Bischoffens von Gross-Novogrod, oder Neugard an dem Fluss Wolgowa in West-Russland zu Gott, und an seine versammelte Clerisey auf die Abtrohnung Peters des Dritten Czaars in Russland ... / gesprochen, und aus dem Griechischen in die deutsche Sprache übersetzt von Czsar-Jelim Ivanowiz
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Elisabeth Pettötvna lebte noch auf ihrem Sterbe- Lager. Gros-se Kayserin mögen wir deiner ohne Thränen gedenken ? wir lagen inder Ohnmacht unserer kranken Hoffnung bey den Stollen deineskayserlichen Schmerzen, Betts ; und wir starben beynahe mit dir.als du (GOtt allein weist/ wie dein kostbarer Lebens- Zwirn gesprengtward) erblaßtest. Du wärest noch die alte Heldin, da du eben demTod das Felde abzuklingen zu schwach wärest. Dein Fürstengeistgnädigste Lands-Mutter flog nicht eher, als deine grosse Seele ab.Wie gewichtig waren nicht deine Sylben, gecrönte Wohlrednerin lDeinem Schwester-Sohne, dem von dir als Thronfolger bestimmtenEnkel, die getreue Nachfolge deiner Großthaten beyzubringen. Dubefählest ihm deine Unterthanen, und vor allen anderen die Edelsten,die Priester, und den uralten GOttes» Dienst der Griechischen Kirche.Ach des zu unserem Unglück angebrochenen fünf und zwanzigsten Tagsdes Christmonats , der uns deinen unverbesserlichen Fürstengeist ent-rissen hat. Kontest du an denen Gesinnungen des Großfürsten wohlZweiflen? blieb dir noch eine wankende Muthmassung über, er werdevon seinen theuren Verheißungen so bald sich entfernen, und jene Kir-che verfolgen , zu welcher er sich mit Hindansetzung seiner Irrigen in 'deiner höchsten Gegenwart, zu allgemeinen Trost gesamter Reuffen §den neunten Julius des siebenzehenhundert zwey und vierzigsten Jahrs Zso eifrig unter dem Namen Peter Födorowicz bekennete. Doch wir Lmüssen leider! das Gegentheil schauen. Ruhe nur in deiner geheiligten ^Asche grosse Petrowna, und mische in dem besseren Leben deine Ver-dienste mit jenen deiner grossen Vor-Eiteren, weil du von deinemEmkel wenigere zu hoffen hast. Wir konren freylich nicht begreiffen,daß das fromme Geblüke Peters des Grossen schon in seinem Tochter-Sotme die Stärke des Fürstengeistes verliehren sollte. Da doch dirFlüsse allererst in entferneten Landeren ihre Namen hinweg lassen.

Es geschahe dennoch. Odaß wir davon nichts wußten.

Es mangelte unser seits bey Erhebung Peters des dritten nichtdas wenigste ihm uns gänzlich anzugeloben. Unser 8vnocius that nachdem 8ensr alles , die merkbarsten Urkunden seiner Treue an den hei-teren Tag zugeben. Peter der Apostel hielt uns darzu an. Seyd un-rerchanig, es sey gleich dem Röntg, als dem Höchsten , oder de-nen

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