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das hergebrachte Priester Gewand zu Hause, und bey Altar von demHals gerissen, und unsere ehrwürdige Barte mit den Haaren abge-schoren wurden; damit wir in einem gefalteten Kittel preusischer , undhollsteinifcher Worts-Dieneren oder Pcädicanten, und wohl gar mitfremden Geishaaren der Welt zum Gelächter. Der rußischen Kirchezum Spott erscheinen sollten.
Peters des Dritten Umgang mit den Feinden unserer Kirchewar so vertraut, als offenbahr. Seine Neigung zu der ihm ange«bohrnen Secte konte sich nicht mehr zurück halten. Die Glaubens-Jrrungen lausten mit der Muttermilch gar zu nah an das Herz; undist es eines der grösten Wunderen, wenn man sich von ihnen, wievon der Brust der Saugamme, entwehnen last. Wir haben zwarBeyspiele, daß es durch GOttes Hand geschehen kan; und wir hoffen«6 auch bey unser Czaarin. Wenn man sich nur von dem gar zufreundlichen Urngang mit Glaubens-Gegnerrn enthalt, so ist die Ge-fahr nicht so trohend; und wenn man Ketzeren in einem Staat nurnicht gar zu grosse Vortheile zuschiebt, geht man noch nicht zu weit.Es werden manchmal Gegendenker in das Land geruffen dem Gewerb,und Künsten aufzuhelffen. Sie machen nach und nach Forderungendie der Landes Religion zur Last kommen. Daß, so man ihnen inden Winkten vergönnet , begnüget sie keineswegs ; und sie Grabenwie die Caninichen so lang um sich , bis die wahre Religion umzu-stürzen anfangt. Künstler, und Kaufleute fremder Secten sind inihren Kramladen, und Werkstätten Verschlieffer irriger Meinungen.Sie mischen ihrer Handlung das Gift für Unbehutsame bey; undkramet sich mancher den Untergang seiner Seele ein. Die Schriftspricht selbsten das Gewerb mit Glaubens, Feinden nicht gut; undwir lesen ja in ihr , daß GOtt den Bund Josaphats mit Ochoziagestraft habe, da alle Schiffe auf dem Meere in den Grund sanken,ehe sie zur Bereicherung beeder in dem Haven zu Lharsus einliefen.Die Gedanken unsers entlassenen Czaaren waren leicht zu errathen.Die Gläubigen in Moskau wurden sich mit Ketzeren bald überschwemtgesehen haben. Die Menge sothaner Günstlingen hätte sie in bäldeübermannet; und ihre Irrthume gute Seelen verwüstet.
Stettin in Pommeren war schon bestimmt der Ort zu seyn, ttwein auswärtiger von unser Kirche weit entfernter König mit unserem
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