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kleineren AnnaJvanswna, sprechen wollen ; wissen wir nicht, wiesie die Ottomannen bey dem Haarzopf ihrer geschornen Schedlm indie für uns vortheilhaffte Vergleiche gezogen, und ihnen die bey demFluß Pruth eingebüßte Kleinod der Vestung Asoff, durch den Gene-ral Lascy wieder entrissen und Oczachow an dem schwarzen Meer durchden Feldmarschall Münch wieder eroberet habe ? Dem Arm desHErrn der Heerschaaren müssen wir das Glück Moscowiens zuschrei-ben ; und wieder Unzaghaffrigkeit unserer Helden, also auch der Treuunserer Bundsgenoffenen darum dancken.
Ihr wisset liebste Brüderdaß wir unter diesen vor allen daswerthe Oesterreich zehlm. Peter der Grosse reiste nicht nur durchdie gesittete Hoflager der Christenheit seinem noch etwas wilden Lands-Volck eine bürgerlichere Lebens-Art zu einer Kram anheim zu bringen,und ihr rohes Wessen an den OLuc»lus anzuschmieden , oder in dieMaotische Pfütze gar zu versencken. Nein, er suchte sich auch Freun-de auf, und kreste sich Bundsgenoffenen. Der Hof zu Wien gefiel demklugen Czaaren für anderen. Er merckte da, daß die Gottseciigkeitmit der Aufrichtigkeit so wohl gepaarel seye, daß er sich die unzer-trennliche Freundschafft Oesterreichs haffciger wünschte, als Abimelechden Bund mit Abraham. Sie ward errichtet, und dauerte bis da-her. Wir erfüllten das Versprochene zur Erstaunung der Welt.Wir schickten unsere Volcker bis in das ferne Trutschlaud ; und ton-ten Franzosen und Aliemannen nicht fassen , wie doch nie geseheneVölcker, welche sich sonsten in dem Borysthenes badeten , aus demRhein, und Neckar rrincken könten. Oesterreich hielt an die Freund-fchafft feste; und wenn wir davon nichts wußten, als daß es in demletzten Türcken-Krieg für uns das eigene geopfert hat, bedarfftenwir keines anderen Zeugnüffe mehr. Genug ! Moscau, und Oester-reich haben die Ehre, und Kennzeichen auf das engist verbundenerFreunden, welche sich davon rühmen können, daß sie sich niemahlmit einander ausgesöhnet haben.
Elisabeth Petrowna war nach Besteigung ihres anstammendenKayser-Throns, und nach Verstoffung Ivans des Dritten mit seinerMutter, kaum gecrönt, da sie das Verständniß mit Oesterreich erneuer-te , weiches eben nach dem Tod Carls deö Sechsten in Maria The-resia dessen Erb - Tochter eine Frau zur Regemin bekam. Zwogrosse Frauen! wie eng waren euere Herzen in der Gegenliebe mit
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