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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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Leben Ciementis XI. 9

Den gewöhnlichen Solenyitäten und zu GOtkes Dienstund Ehren eingeführten Ktrchengebräuchen wohnte er mitgroßen» Fleiße nndLnvacht bey, ließ sich auch memalsdavondurch etwas anders , als Krankheiten, abhalten. Der Gott»selizkeit befliß er sich ganz sonderbar, suchte auch dieselbe mirgroßem Fleiß in die Herzen der Gläubigen zu pflanzen. DieSpitäler zu besuchen, die Kranken zu trösten und sie mirden Sakramenten zu erquicken, mgleichen die Unwissendenin der christlichen Lehre zu unterrichten und den Fremden,die er in seinem Paläste bewirthet, die Speisen öfters mirseinen eigenen Händen zu reichen, hat er sich niemals gescha,mek, weil er darauf erpicht war, nicht nur den Seelenhir,ren, sondern auch den übrigen Gläubigen Gelegenheit zugeben , aus seinen Worten und Werken die Heiligkeit deSLeebens zu lernen und zur Ausübung allerhand guter Werke anihm ein erbauliches Beyspiel zu nehmen.

Bey Erwablung derer, die zu Verwaltung öffentlicherAemter in der Kirche oder sm gemeinen Wesen erhoben wer,den sollten, ließ er sichs nichkverdrüssen, ihren Zustand, Git«ren, Wissenschaften und Verdienste vorher aufs genaueste zuerforschen, war auch durch keine menschlichen Urtheile zu be»wegen, einigen unverdienten und weniger geschickten Leutendieselben anzuvertrauen. Die Zeit theilte er also ein, daß erden größten Theil derselben dem Gebethe und den Sorgen sei,lies Apostolischen Amts, den wenigsten Theil dem Schlafe,einigen Theil der andern Nokhdurft seines Leibes und Lebens,dem Müßiggänge aber fast gar keinen Theil widmete.

Er hak 70. Cardinale creirk, worunter sich auch der Erz»bifchoff zu Tarsen, Michael Angelus Conti, befunden, derihm in der Päpstlichen Würde gefolgek, und unter dem ange»nommenen Namen Innocentii XIII. die katholische Kircheweislich und glücklich regieret hak. Es äußerte sich bey ihm«in beständiges Bestreben, der Unterthanen Nutzen undWohl«stand zu befördern und der Stadt Rom Glanz und Ansehen zuvermehren; hiernächst fand sich auch bey ihm ein unermü»derer Fleiß in Ausfertigung der Geschäfte, eine unaufhörli«che Gukthätigkeit gegen arme nothdürftige Personen und eine

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