XXX. Leben des Cardmals von Medices. 115
ganz sonderbar gerührek worden. Da er schon bey seinem Le,den den Geruch eines Heiligen von sich gegeben, so haksolcher auch nach seinem Tode mcht aufgehörer, daherman glaubt, er werde mir der Zeit canonisirr werden.
XXX.
Franciscus Maria de Medices,
Prinz von Toscana.
geb. i6Lo.Carb. i6Z6. res. 1709. 1711.
fieser Durchl. Prinz war ein leiblicher Bruder des ksroff,Herzogs Cosmi III. von Toscana, der im Jahr 1723.gestorben äst. Sein Vater Ferdinandus II. wargleichfalsGroßherzog-vonToscana, starb aber imJahre 1670.da unser Prinz kaum 10. Jahre alt war. Er erblickte den12. Nov. 1660. das Licht Der Welt, und wurde standesma»fig erzogen. Man uruergab ihn den gelehrtesten Leurenzu Florenz und darunter sonderlich dem berühmten P.Rorts,.der nachgehendS Cardinal worden. Weil die Ehe seines äl«rern Bruders mit Prinzen gesegnet war , wurde er demgeistlichen Stande gewidmet und mit vielen herrlichen Pra«beyden versehen. Er wurde jung zum Skadrhalrer zu Sienaund Großprior des Malteserordens zu Pisa ernennet, auchmit der fetten Abtey St. Galgani in der Dioeces Vol«rerra versehen. Wegen seiner herrlichen Eigenschaften warfInnocentiuS XI. mit besonderer Hochachtung seine Augen aufihn und erhob ihn den 2. Sepr. 1686. zumCardinahDiaconsdes Titels Sk^ Maria in Dominica.
Er wqr nicht älter,denn 26. Jahre, da er zu Rom den Car»dinalshut empsirng, welches vermittelst einer ungemein präch»tigen Cava^ade geschah. Er nahm seinen Aufenthalt zu Romund fieng daselbst an, einen Fürstlichen Hof zu halten. Weilsich! viele Vasallen seines Durchl. Hauses unter den Cardi«uälen befanden, er auch überhaupt von einem großen Geistewar, sy gelaugte er gar Hai» pew ganzen Römischen Ho-
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