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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XXXI. Leben des Cardinals Portocarero. izr

,^en, die Königin nach Madrit schicke und sich von ihr em«„ferne,- die Freundschaft, welche er für ihn hege, versichere„ihn, daß er für die Königin Sorge tragen würde, und sey„es unnöthig,ihrjdie Reichs. Angelegenheiten während seiner„Abwesenheit weiter anzubefehlen, da ihm sein Eifer schon be,„kannnsey und er ein vollkommenes Vertrauen zu ihm habe.„Er wisse wohl, daß es der itzige Zustand nicht zulasse, ihm bes,„ser unter die Arme zu greifen, und er sähe wohl, daß die„Sparsamkeit sein bester Schatz seyn müßte. Nur solre er„dahin trachten, daß dasjenige Geld , so eingehoben werben„könnte, jederzeit richtig »herschickt und sowohl seine als der„Königin Hofstart gehörig bezahlt würde. Mittlerweile, d«„er bereit sey, den letzten Blutstropfen anzuwenden , damit„die Spanische Monarchie nicht zergliedert würde, Höfte cr,„man würde sich einhellig bemühen, die Ruhe im Königrei»„chezu erhalten. „

Der Cardinal suchte aus patriotischem Eifer diesem al«len getreulich nachzukommen. Er that selbst zu verschiedenenmalen seine Schätze auf, um den Aufruhr, der sich zu Ma,drtt über den Mangel des Gelds ereignete, zu stillen; dochkonnten die schwürigen Gemüther nicht völlig besänftiget wer»den. Jmmittelst ward erim May von dem Könige in FrarE,reich zum Commandeur des Heil. Geistes creirt.

Als man nach -es Königs Abreise das hinterlassene Ko»niglicheDecrek den r. Iul. zu Madrit in dem geheimen Rache«röfnere, befand sichs , daß der Cardinal nebst noch einigenandern vornehmen Ministern ernennet worden, her Königinin der, ihr aufgetragenen Regierung beyzustehen, oder deut«licher zu reden, in ihrem Namen die Regierung zu führen»Er erlangte hierdurch Gelegenheit, alle diejenigen aufs äus»ferste zu verfolgen, die sich ehedessen seinen Absichten widerst«zer, worunter der Ammirame von Castilien,Graf von Wel»gar der vornehmste war.

Jedoch es währte nicht lange, so ward er aufs höchstemißvergnügt gemacht. Denn der König brachte zu Anfangdes folgenden Jahrs, da er aus Italien zurücke kam,, den

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