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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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168 XI.I. Leben des Cardmals von Lamberg.

xu.

Johannes PHLlippus von Lamberg,

ein Deutscher. .

geb. i6zi. Card. 1700. f. 1712. ^

F^^iefer vornehme Prä?ate war ein Sohn des grossen Kay«

) serl. Gtaatsminstiers und Oderhofmeisters , JohannMaximilian, Grafensvon Lamberg. Seine Mittler,Rebecca Eleonora, Gräfin von Würben, brachte ihn den46. May 1651« M Welk. Nach vollendeten Gtuöiis wohn«re er als Volontair etlichen Feldzngen wider die Türken inUngarn bey/ worauf er das Hofleben erwehlre, und erstlichKayferl. Cammerer, hernach aber Reichshofrath wurde.

Als er an dem Pfalz «Neubnrgischen Hofe einige Kayferl.Geschäfte ausgerichtet hatte, fward er im Jahre 1682. an denChurfürsten Johann Georgen III- nach Sachsen geschickt, beywelchem er diejenigen tapfern Völker auswürfle, die den iz.Sept. i 683 die von den Türken äusserst belagerte Kayferl.Residenzstadt Wien entsetzen halfen. Im folgenden Jahreschloß er zu Berlin mit Churfürst Friedrich Wilhelm vonBrandenburg sowohl in Ansehung desTürkenkriegs, als auchder von Frankreich zu besorgenden Gefahr und Unruhe einenTractat.

Vom-Jahre i686.au bis 1689. war erOesterreichischerGesandter auf dem Reichstage zu Regensburg, während derZeit erin den Geistlichen Stand trat und Domherr zu Salz«bürg, Paffau und Ollmütz wurde. Hierdurch bahure er sichden Weg zu dem Btßthum Pasta», zu welchem er den 25.May 1689- gelangte. Er gab sich darauf viel Mühe, dreExemtion dieses Stifts von dem Erzbtßthum Salzburg zu er«halten, konnte es aber nicht so weit bringen, ob er gleich deß«halben von dem Papste gute Vertröstungen bekam.

Nachdem er 1696 zum Kayferl. geheimden Rathe er,klemm worden, ward er im folgenden Jahre nach Podien ge«

schickt,