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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XUI. Leben des Cardinals Tommast. 175

bestund in einer Entzündung der Lunge. Er wollte sich lan,ge nicht legen, bis endlich die überhand nehmende Schwach«heic ihn darzu nöthigte. Der Papst ließ ihm durch seinen Ne,pocen, den Cardinal Albani, die letzte Oelung geben. Erverließ sehr wenig, weil er alles ^den Armen gegeben hatte,und dieses wenige vermachte er der Congregation de propa,ganda Fide. Er soll feinen Tod öfters vorher verkündigetund dabey verlangt haben, ihn ohne alles Eepräng zu beer«digen. Er inachte sich selbst eine Grabschrift, die man aufsein Grab, das er in seiner Titular. Kirche bekommen, setzensollte und also lautere: lVl. /'» erb. K L§nrtü.

Dieses Lljultiom war ein Landgut seines väterlichen Hauses,welches er darum zu seinem Titel erwehlte, weil er sich unwür«dig schätzte, den Namen eines Heiligen bey seinen Füßen ein,graben zu lassen.

Da er in seinem ganzen Leben sehr keusch und schamhafttig gewesen, soll er auch nach seinem Tode ein Zeugniß da«von abgelegt haben. Denn man erzählt, daß, da der Wund,arzk bey Oefnung seines Leibes den Untertheil desselben ent«blöset, er seine Augen aufgethan, und seinen Unwillen dadurchgleichsam an den Tag gelegt habe. Clemens XI. bedauerteseinen Hinmtt gar sehr und sprach in einer am zc>. Jan.I7IZ. gehaltenen Rede, unter andern also von ihm: Mmrace/entate 7V0/Ä ereMmr e/? /anKrorr'r veterrr <ü-

Er hat sich durch dieHerauSgebung verschiedenerWer«ke, die die Kirchen «Gebrauche und Alterthümer betreffen, beyseinen Glaubensgenossen berühmt gemacht, auch im Jahre1709. ein neues Theologisches Systems zu Rom ans Lichtgestellt, welches nrcht nach Scholastischer Art abgefasset, son«den blos aus den Schriften der Kirchen »Väter zusammen ge«tragen worden.

Seine Schriften, die er meistentheilS unter dem er,dichteten Namen lb/. (.'Mr, IbevloZr, aus Licht ge,

Dllkj, führen folgende Titel :