XI^III. Leben des Cardinals Negroni. 177
BenedictttS XIH. suchte seine Seligsprechung zu beför,dern, weiches die erste Srnffe der Canonisarion ist. Man 'fieng auch würklich an, daran zu arbeiten. Meine weil erein großer Liebhaber von der Critik gewesen und deswegen mitverschiedenen gelehrten Franzosen Briefe gewechselt, auch fürdieselbe viele Hochachtung bezeugt, so hat der P. Laöerchi,der allenCriticiS, ^nd besonders den Franzosen, sehr scind ist,im Jahre 1724. eine Schrift wider das Andenken des Cardi,nals Tommast herausgegeben- Alleine die Theatiner habenauf diese Schrift in einer sogenannten'/oinma^r so harr geantwortet, daß dem guten P. Laderchiwenig Ehre übrig geblieben.
XI.III.
Johannes Francisus Negroni,
ein Genueser.
geb. ^619. Card. 1686. 171Z.
/^r stammte aus einem vornehmen GenuesischenGeschlech.
te her und ward denz.Oct. 1629. gebohren. SeinVa,^ ter hieß Johann Baptist« Negroni und die MutterPla,cidia Gentili. Nachdem er zu Genua seine Smdia gerrie«den, ward er zu Perugia beyder Rechten Dockor. hinterAlexandra VII. kam er nach Rom und trat in den Prälaten«Stand. Er ward ein Apostolischer Proronorarius und Re,ferendariuö beyder Signaturen, auch hernach Gouverneurin verschiedenen Städten des Kirchen, StaatS: wo er über,all eine große Strengigkeit bewiest.
Nach Clementis IX. Tode kaufte er sich ein Cammer,Clericat, worauf ihn Innocentius XI. im Oct. 1679 zumAusseher über das Getrayde und im Jahre 1681 zumGeneral,Schatzmeister und Director der Apostolischen Cammer mach,te. Diese letztere Bedienung verwaltete er mit ganz beson«derer Geschickltchkett. und wie er von Natur zur Sparsamkeitgeneigt war, so wußte er auch der Papstl. Cammer so vorzu,stehen, daß sie sich von ihren schlechten Umständen gar bald
erholte.
W Dey