Leben des Cardmals Negrsni. 179
auf den Hals gezogen. Man machte deswegen folgendesSinn »Gedichte auf ihn:
Kon k-aveutin3 vsnienz liest U5gue iaventesKon faciis Euces in loa votg karrss.
Kon bsne Kl§ronmn nivs canäiZa vestis aäornat,
Kon elb LOi^vsniens luÄibus ills color.
kelsma cioüa äoest xsrxoüaque Loma Ksronem»lam Isevum civsin rurlus aZire nsZat,
Sein unbescheidenes und geihiges Naturell kann man unterandern auch daraus erkennen, daß, als er zuJnnocemii XII.Zeiten eine Pension von 2002. Scudi von einer gewissen Prä«bende abtreten sollte, er so lange gescholten und gemurret, bisihm der Papst solche wieder gegeben, worzu der Cardinal Col«loredo als Groß-Pönitentiariuö in der Hofnung, daß ihnNegroni in dem nächsten Conciave um soviel weniger an sei«nein Glücke hindern würde, viel beygetragen , indem er demPapste vorgestellt, er möchte nur suchen , den ungestümmeyMann lost zu werden.
Im Jahre 1,69z. empfieng er die General, Aufsicht überdas neue Armen« Hospital zu Rom und den 2. Jan. 1696.nahm er den Priester, Titel St. Mariä in Ära Colt an.
Im Jahre 1702. grenz er nach Jnnocentii XIl.Aode aber,mal ins Conclave. Er hielt sich wiederum zu den Zelan,<en und bewieß währendem Conclave einen ganz besondernEifer für das Beste der Kirche, suchtesich auchin allen Stü,cken so aufzufübren, daß man ihn eher für einen armen Bi«schofder ersten Kirche als für einen reichen Cardinal ansehenkonnte, weil er sich in der Kost und Lebensart sehr schleckthielt. Er gieng zum öftern in die Ersten der Cardinale, wiestsie auf das in Händen habende Bilvniß des leidenden Hey,iandes und ermähnte sie ernstlich, bloß auf diesen zu seyen,auch von ihm alleine Befehl anzunehmen und dessen Jnter«esse möglich zu befördern; sie sollten sich stets lbres lheureriEides erinnern und bey der Wahl selbst aus nichts welker als
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