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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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198 XI.VÜI. Leben des Cardmals von Eftrees.

Der Cardinal von Eftrees kriegte darauf nebst dem Car-dinal Janson Vollmacht, die bisherigen Streitigkeiten zwi-schen dem Könige und Papstl. Stuhle beyzulegen, da er dennso glücklich war, es in den Jahren 1692. und 169z. zu einemerwünschten Vergleiche zu bringen. Er mußte darauf demCardinal Janson die Besorgung der Französischen Angele,genheiken überlassen und nach Frankreich zurücke kehren. All-hier hielt er sich denn Meistens bey Hofe auf und wohnteden Staatsversammlungen bey , doch erhub er sich auch bis.weilen in sein Bißrhumzu Laon und besorgte seine eigenen An-gelegenheiten.

Im Jahre 1699. mußte er in Gesellschaft des CardinalsJanson schon wieder'nach Nom reisen, um alsbald zugegenzu seyn, wenn der Päpstliche Stuhl »erledige; würde. Eshieß, sie wollten die Solennitäken des Heil. Jubel, Jahrs mitansehen, in der That aber machten sie alle mögliche Vorbe-reitung zu einer für die Cron Frankreich favorablen Papst-wahl, in welcher Absicht sieden kranken Papst beredeten, daßer dem Erzbischoffzu Paris, Herrn von Roailles, im Iun.1700- dieCardinalswürde ertheilte. Richt lange daraufstarbInnocentius XII. worauf der Cardinal von Eftrees-abermahlsdas Haupt der Französischen Parthey wurde, die durch seineIntriguen gar bald anfieng, den Meister zu spielen, zumahlda sie durch den Beytritt der Cardinale Ottoboni, Barberiniund anderer Häupter besonderer Partheyen ansehnlich ver,stärkt wurde. Es konnte demnach nicht anders kommen, esmußte ein solcher Papst erwählet werden, der gut Französischgesinnet war. Solches war Clemens XI. der den rZ. Rov.1702. den Apostolischen Stuhl bestieg, ob er sich gleich erstin dem zisten Jahre seines Alters befand.

Es fieng sich bald darauf der Spanische Succeßions«Krieg an, da denn der Cardinal von Eftrees Befehl erhielt,die Italiänischen Höfe zu besuchen, um solche auf Französi-sche Seite zubringen. Erreisetedeßhalbendenö.Ian. 1701.von Rom ab; es wollte ihm aber nirgends besser als zu Man-rua gelücken, wo er im März mit dem dasigen Herzoge einengeheimen Traktat schloss, Kraft dessen derselbe seine Residenz-

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