2SO XI.VIII. Leben des Cardinals von Estrees.
Vetter/ dem Abte von Estrees, seine Stelle überlassen !durfte. I
Er ist darauf beständig in Frankreich geblieben und haksich tueistens in seiner Abtey zu Gk. Germatn des Prez auf«gehalten , doch aber auch sich öfters bey Hofe eingefundenund den Staats «Versammlungen beygewohner. Er er«wiest sich so eyfrtg für den König, daß er zu dessen Diensten2709. sein ganzes Silber«Servis in die Königl. Münze lie«ferte. Er unterhielt stets mit dem Papste einen vertrautenBrief, Wechsel, und bekam einige Jahre vor dessen Ende dasBißrhnm Albano, durch welches er in die Zahl der Cardinal« ,Beschösse aufgenommen wurde. , Er hatte darüber ein solches ,Vergnügen, daß er die Kirche daselbst mit einem sehr herrli«chen Schmucke versah. Er lebte alsdenn kein völliges Jahrmehr, sondern starb den ist.Dec. 17»4- zu Paris im 8/sten !Zahre feines Alters und 4osten seiner Cardinals. Würde. Die >Proreetion der Crone Pprtugall hat er lange vor seinem Endeniedergelegt, das Bißthum zu Laon aber und die reiche Ab«
4ey zu St. Germatn des Prez, die er nebst der wichtigen Ab,rey Gtaffarda in Piemont viele Jahre besessen, bis an seinEnde behalten. Er hinterließ den Ruhm eines SraatSklugenPrälaten , der in allen seinen Handlungen Verstand undScharfsittnigkeit sehen lassen und dem Könige mit grossemEyfer und vieler Treue gedienet, auch von ihm wiederum je,derzeit sehr hoch geachtet worden.
Er war sowohl sehr scherzhaft und aufgeweckt, als auch ge»lehrt,und konntesowohldie Französische, alsItaliänischeundLa»temische Sprache nicht nur zierlich fprechen/fondernauchschrei«den. Er war ein großer Patron der Gelehrten, von denen er as«-lezett etliche bey sich hatte; und wie er selbst in allen gekehrtenWissenschaften erfahren war, so bestich er sich auch dieselben aufalle Arr und.Weise zu befördern. Erließ unter andern durch den >VenetianischenWathemaricum Coronelli die allergrößten Glo«hos zu Paris vor den König verfertigen, davon nachgehends Co«tonelli selbst i zo. Karten anS Licht gestellt. Dieser VerdiensteWegen, di er um die gelehrten Wissenschaften erlangt, wurde«in alle Komgl. Akademien als ein Mitglied aufgenommen,
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