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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XU Leben des Cardmals von Bouillon. 2OI

stünde auch bey denen auswärtigen Gelehrten in großer Hoch«achmiig. Die Streitigkeiten, die über der Päpstl.ConstitUtionUmzenitus in der Französischen Kirche einige Jahre vor seinemEnde entstunden, suchte er vergeblich bey ihrem ersten Ausbru,che zu dämpfen.

xr.ix.

Emarmel Theodosius von Bouillon,

ein Franzose.

geb. 1644. Card. 1669. 1715.

^ ^*^teser vornehme Cardinal stammte aus dem alten Ge,) schlechte der Herren von la Tour d'Auvergne her,welche lange Zeit das souveraine Fürstenthum Sedan! besessen. Sein Vater war Friedrich Moritz, Fürst von Se«

> dan und Herzog von Bouillon, desselben Bruder aber der be,rühmte Marschall und Vicomre von Turenne. Nachdemer den 24. Aug. 1644. das Licht der Welt erblickt hatte, er,mangelte man nicht, ihn fiandesmäßig zu erziehen. Bey zu«nehmenden Jahren legre er sich mit großem Fleiß auf die ge«lehrten Wissenschaften und besonders auf die Gottesgelahr,heik, darinnen er es so weit brachte, daß er in seinem 2vsteuJahre Baccalaureus in der Sorbonne wurde. Im Jahre1667. ward er kurz hintereinander Licenriar und Boctor.

Der König harre si> viel Hochachtung für ihn, daß erihn 1668. bey Elemente IX. zur Cardinals, Würde vorschlug,die er auch den 5. Ocrobr. 1669. und zwar ganz alleine erhielt,worauf er den Namen des Cardinals von Bouillon an-nahm , nachdem er bisher der Herzog von Albret geheißen.Der Papst überlebte nicht dieses Jahr, sondern starb den 9.Dec. worauf sich der neue Cardinal den 20. Jan. 1670. zu! Rom einfand und dem Conclave beywohnre, darinnen Cle«mens X. erwählt wurde, der ihm darauf den Cardinals,Hutreichte und einen Priester «Titel ertheilte. Als er nach Frank,reich zurücke kam, gab ihm der neue König nicht nur die Ab,rey St. Vaast zu Arras, und seine Commende des Heil.Geist, Ordens, sondern ertheilte ihm auch die ansehnliche Be,

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