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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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n Leben des Cardinals del Verme. 279

verlegt hak. Er erzeigte sich überhaupt sehr eifrig wider alleKetzer und Neulinge in der Lehre.

I.II.

Thaddäus Aloysius del Verme/

ein Placentmer.

geb. 1641. Card. 1695. 1717.

/T^ieser Cardinal war aus einem vornehmen Meyländischen^ ^ Geschlechte entsprossen und hatte zu Piacenza den 10.

May 1641. das Licht der Welt erblickt. Sein Va»ter hieß Jacob, Marchese del Verme, die Mutter aber Ocra»via Lupi, die eine gebohrne Marchesin Srragna von Parmawar. Er wurde anfangs den Kriegsdiensten gewidmet, darzuer aber keine Lust hatte, weil er lieber den Wissenschaften ob»liegen wollte. Nachdem er sich eine Zeitlang zu Meylandaufgehalten und die Studia getrieben hatte, kam er 1665.nach Rom, wo er an den beyden Cardinälen Farnese und Al»berici große Patrone kriegte, die beyde mit ihm verwandt wa»ren. Sie stürben aber bald nach einander, vermachten ihmaber ein Ansehnliches von ihrem Vermögen.

' Sein ältester Bruder verunglückte auf der Jagd, wor»auf er ein Ritter des St. SrephanordenSwurde und dieCom»wende zu Placenz kriegte, die dem erstgebohrnen Sohne sei«nes Hauses gehörte. Er nahm auch das Lehen Sangvinettoin der Landschaft Veronese und alle Majorakgüter seines Hau»ses in Besitz, wodurch er in den Stand gesetzt wurde, denArmen viel Gures zu thun. Jedoch es währte nicht lange,so trat er dieses alles seinem jüngern Bruder ab und begab! sich in den geistlichen Stand. Sein Vetter Alberici, der sichals Nuntius zu Wien befand, berief ihn 167Z. zu sich. Alsderselbe krank wurde, besorgte er dessen Affairen. Er beglet«tere ihn darauf nach Rom, wo derselbe, als er von neuen krankward, in seinen Armen starb. Er schlug das Bißthum zuParma aus, wie auch andere angebotene Aemter, und zwari mit Vorschützung der Schwäche seiner Kräfte» Endlich sah

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