^v. Leben des Cardinals Grimaldi. 225i.v.
Nicolaus Grimaldi,
ein Genueser.
geb. 1644. Card. 1726. f. 1717.
Er rvar aus einem alten und berühnrten Genuesischen Ge,schlechte entsproßen und hatte auf dem väterlichen Schloß^ fe Deila Pietra im Königreiche NeavoliS den 4. Febr.1644. das Licht der Welt erblickt. Seine Eitern hießen Kran«ciscus und Septimia Grimaldi. Er kam 166z zu den Je,sinken in das Collegium Romanum zu Rom, woraufer sichauf die Rechte legte und in denselben Doctor wurde. Nach,dem er an verschiedenen Orten im Kirchen » Staate die Srel,le eines Gouverneurs bekleidet, machte ihn InnovermuS XU.erstlich bey der Congregativn von den Immunitäten und her»nach bey der von den Bischöffen undRegularen zum Secreta,rio, welche letztere Stelle er verschiedene Jahre bekleidete.
Hierdurch erreichte er die nächste Sknffe zur Cardinals,Würde, es verzog sich aber eine geraume Zeit, ehe erzu der»selben gelangen konnte, weil Clemens XI. bey den damaligenschweren Kriegs. Tronblen für gut befand, die vorhabendeCardinals.Promotion von einer Zeit zur andern aufzuschie»den. Endlich erfolgte dieselbe den 17. May 1706. wobey HerrGrimaldi nicht vergessen wurde. Er empfieng als anwesendsogleich das Biret und nach einigen Tagen den Hut nebst demDiaconat« Titel St. Martä in Cosmedm, wobey er zugleichzum Legaten zu Bologna ernennet wurde.
Es fiel gleich in dr'eZeit, da der Papst mir dem Kayserk.Hofe zerfaSen war, daher der Kirchen - Staat mit feinvlichetrKriegs-Völkern überzogen wurde, die starke Contribukioneseintrieben, und die kaltbaren Oerter besetzten. Der CardinalGrimaldi erzeigte sich anfangs gegen die Kayserlichen ziemlichhitzig. Er wollte denen vor Bologna angelangten Völkerndurchaus keine Lebens «Mittel reichen lassen , sondern oroketebey Ausübung der qerinasten Gewalttkätigkeit mit Feuer undbchwerdi. Jedoch der Papstl. Hof hielt dergleichen Schär»
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