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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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226 i.v. Leben des Cardinals Grimaldi.

fe nicht für gut, sondern befahl, den Kayserl. Truppen, soviel möglich , glimpflich zu begegnen, worauf er durch gewißse Commtssarien sich mit den fremden Gasten wegen ihrer For-derungen verglich. Dieses geschah zu Auegang des 1707«»Jahrs.

Im Jahre 1709. nahmen die Mißhelligkeiten noch mehrüberband, indem es zwischen demPapste und dem Kayser zumöffentlichen Kriege kam. Der Cardinal Grimaldi wandte able Sorgfalt an, sowohl das Land vor den Streifereyen in Si-cherheit zn fetzen, als auch die Stadt Bologna mitaüen Noth-wendigkeiten zu Aushaltung einer harten Belagerung zu ver-sehen. Tr vermehrte die Besatzung auf 6000. Mann undließ alle Stadt« Thore bis auf viere zumauern. Den Deut-schen wurde verboten, durch die Stadt zu gehen, und ohnePaß war Niemanden erlaubt, nachdem Königreiche Reapo«lis zu reisen. Er ließ die Graben reinigen und mit Was-ser anfüllen, die benachbarten Höhen aber mit Pallisaden be.fetzen, war auch entschlossen, aus der Stadt einen Waffen«Platz zu machen. Jedoch als man sich mit diesen Anstaltenam geschäftigsten erwieß, kam es zwischen dem Kayser unddemPapste zu einem Vergleiche, der allen Kriegs« Rüstun-gen ein Ende machte.

Den Zo. Nov. 1709. kehrte er wieder nach Rom undließ bey seiner Abreise nicht nur unter das Volk einige Sil-ber, Münze auswerfen, sondern auch unter die Armen vielAllmosen austheilen. Als er zu Rom anlangte, befand sichder Marquis von Prie noch als Kayserl. Gevollmächiigter indieser Stadt. Weil nun derselbe dem Gouverneur der Stadtden Rang streitig machte, war man entschlossen, diese Be-dienung einem Cardinal zu geben, damit hierdurch allen fer-nern Irrungen vorgebeuget würde. Hierzu bestimmte manden Cardinal Grimaldi. Alleine die Sache gieng wieder zu-rücke und der Herr Scoiti behielt das bisher auf sich gehab-te Gouvernement. Hätte die Sache ihren Fortgang gehabt,würde Rom an dem Cardinal Grimaldi einen eyfrigen Stadt-halter bekommen haben, weil er in Vertheidigung deS Päpstl.Stuhls und Beobachtung des CeremonielS sich jederzeit sehreigensinnig erwiesen. Das