Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I.VIII. Leben des Cardinals Panciatici. 2Z7

Im Jahre 1713. erhielt er wegen seiner zunehmendenLeibes. Schwachheit Erlaubnis, nur nach Gefallen sich bei-den Congregarionen einzusinben, von denen er ein Mitgliedw«r. Er wurde endlich so schwach, daß er in den letztem Iah,ren fast gar nicht mehr aus dem Zimmer kommen konnte, biser endlich den 21. April 1718. das Zeitliche gesegnete, nach,dem er sein Alter auf 89. Jahre gebracht, die Carbinals-Wür«de aber 28. Jahre bekleidet hatte.

Er war ein Mann von mittelmäßiger Leibes. Statur,blasen Farbe, blauen Augen, andächtigen Minen und sehrsittsamen und wohlanständigen Gebärden. Er erwieß sichgegen jedermann dienstfertig, that den Armen viel zu Gute.und gab sowohl einen großen ScaatS-Mann als geschickter,RechkSgelehrren ab.

I.IX.

Tarolus Bichi,

ein Toscaner.

geb. i6z8. Card. 1690. -h. ,714.

/Ar stammte aus einem vornehmen Geschlechte her, das mir^ dem Hause Chigi verwandt ist. Den 6. May i6Z8.^ warb er zu Siena , allwo die Bichi eigentlich zu Hausesind, gebohren. Sein Glücke hatte er seinem Vetter, Alex«ander Bichi, zu danken, der von Alexandra VH. 1656. dieCardinals.Würde bekommen harke. Er brachte unsernCarlkBichi nach Rom, ließ ihn die Philosophie, Theologie undIunsprudenz studiren und verhalf ihm zu einer reichen Abteyin Frankreich. Clemens IX. gab ihm ein Cammer. Clericaeund Innocentius XI. machte ihn zum Auditor der Apostoli,schen Cammer.

Die Cardinals «Würde empfieng erden rz. Febr. 169a.von Alexandra VIII. da er bereits ein Alter von ZZ. Jahrenerreicht hakte Er trat in die Ordnung der Diaconen und«hielt den Titel St. Mariä in EoSMedm. den er hernach

mir