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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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2Z8 n Leben des Kardinals Bichi.

mit dem von Gk. Agatha vertauscht hat. Es gieng aber mirseiner Promotion fplgergestalt zu: Der Cardinal Chigi halteAlexandra VIII. durch seine Intriguen auf den Thron gehol-fen, in der Hofnung, daß er regierender Cardinal werden,einer von seinen Nepoken aber den Cardinal- - Hut kriegenwürde- Als aber derselbe seinen eigenen Vetter Oktoboni zumdirigirenden Cardinal machte, die Erhebung eines ChigischenNepotenS aber in Vergessenheit stellte, erinnerte ihn derCar-dtnal Chigi an sein Versprechen. Alleine dieser gab zur Ant-wort: er wäre nicht schuldig, dasjenige, was er als Cardinalversprochen, als Papst zu halten; worüber sich der CardinalChrgi dergestalt ärgerte, daß er seit der Zeit wenig gesundeStunden mehr hakte. Hingegen freuete sich PasqutnuS, cbe/' MFLMÄvre em MZMuato,' d. i. daß der Betrüger selbst betro-gen worden.

Endlich entschloß sich der Papst, den Herrn Bichi, alseinen von der Chigischen Freundschaft, zum Cardinal zu ma-chen. Er that solches um so viel lieber, weil er bereits selbstbisher ein guter Freund von ihm gewesen. Chigi hätte zwarlieber gesehen, wenn die Wahl auf einen andern von seinenRepoten gefallen wäre. Weil er es aber nicht ändern konnte,mußte er fichs gefallen lassen.Bichi war immittelst froh, daß erseinen Zweck erreicht hatte, und es war ihm einerley, oberdiesem oder jenem seine neuerhaltene Würde zu danken hatte.

Er war kaum in derselben , so zu sagen, warm worden, sostarb sowohl der Papst, als fein Vetter, der alte Cardinal Bi-chi. Der Hinrritt des ersten gab ihm Gelegenheit, das Eon-clave kennen zu lernen, und des letztem Todesfall verhalfihmzu einer reichen Erbschaft.

Als er 1691. das Conclave betrat, machte man folgen-des Epigrammssauf ihn, dessen Verstand aber ziemlich dun« .kelist:

Hie bene reßpabit re^nnm, ü menle relin^vet,lkerviäa quo ?tioedu8 üßna leonis säit.

Er ist n^cht ganz ohne Hofnnng gewesen, Papst zu werden,weil er an dem Cardinal von Medices einen sehr großer» Freund >

und