S46 n Leben des Cardinals Casini.
Im Jahre 171Z. wurde er Assessor des heiligen Officii,«r harte aber an demjenigen , waö darinnen vorgieng , mchrallezeit Gefallen, sonderlich war er mit der ConstitunonÜnigenituS übet zufrieden. Als er hörte, daß sie publicirrwerden sollte, fiel er dem Papste bey nahe zu Fuße und bat,diefe Cönstitution Mücke zu behalten, womit er aber nichtsausrichtete.
Er stark den 14. Febr. 1719. an einem Schaden an derBlase in dem 7isten Jahre seines Alters und 7den seinerCar»dinalswürde, nachdem ihm der Papst den letzten Seegen er,theilet. Sein ganzes Lxitaxllium in der Capucinerkirche,wonnnen er begraben worden, lautet also : A/. 6ar-
Orats so. Sein wenigesVermögen hat er gröstencheils dem Coüegio von der Fort,Pflanzung des Glaubens vermacht.
Seine Schriften > die er der Welt hinterlassen , sindvon Petro Paulo Capello , einem gewißen Canonico , ausder Italiänischen in die Lateinische Sprache übersetzt und dererste Theil davon unter dem Titel: Or/mr Oper«
dmM > zu AUgspurg und Grätz 1730. in kol. herausgegeben'worden. Sie sind sonst in folgender Ordnung ans Licht ge-sieller worden:
r. ^E§r>ick. Venedig 1677. und 1679. in 12.
2. / Lbtr/§/r eiei/a ^aprenLa tra^ortata M Hance/e ue//'/ta-/E. Venedig, 168«. 12, Diese Schrift ist nach ei«ner neuen Übersetzung , die Apostolus Zenus besorgethat 1703. und nachgehends mit dem zweyten Theile 1705.zu Venedig in 8> wieder aufgelegt worden.
Z. 7 'reLcLe ^ette nei ^/>o/toüco. Rom 171z. in ^o!.
Es sind diese Predigten 1715. und 1718« zu Maylandin drey Theilen wieder aufgelegt worden.
So wenig er sich übrigens in das Staats «Cabiuet gt«schickt, so wohl hat er doch durch seine Frömmigkeit, Bered.
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