Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I.XM. Leben des Cardinals Spinola. 255

Einige Jahre darauf ward er gar sehr von dem Podagrageplagt. Er brauchte alle mögliche Mittel sich von dieser üblenBeschwerung zu enledigen. Aber eben dadurch beförderte evseinen Tod. - Penn das Podagra rratt zurücke in den Leibund war Ursache, daß er den 19. März 1719.. seinen Geistaufgeben mußte, nachdem er 74. Jahre gelebt und 2Z. Jahrdie Cardinalswürde bekleidet hatte- Sein Eingeweide wardauf seine Verordnung in die Kirche St. Cäsarek, wovon erseit 1697. da er in die Ordnung der Card,nalppiester getreten,den Titel qeführer hatte, sein Herze aber nach Genua ge-bracht. Der Leichnam selbst bekam in der Gruft, die sich seinVetter, der Cardinal Julius Spinola, in der Kirche desHeil. Andreä zu Rom erbauen lassen, seine Ruhestätte.

Er hat ein großes Vermögen hinterlassen, das ausser de-nen kostbaren Meublen und Schildereyen über Z. MillionenGcudi betragen. Der größte Theil davon kam an einen vonseinen Vettern, das übrige aber wurde zu geistl. und gotrse«ligen Stiftungen angewendet. Er war übrigens ein sehr ge«schickter und Gtaatserfahrner Herr, ein großer Patron derGelehrten und ein treuer Anhänger des KayserS und Hau-ses Oesterreich.

I.XIV.

Josephus de la Tremouille,

ein Franzost.

geb. 1660. Card. 1706. 1720.

/Lr stammte aus einem alten und vornehmen Französischen^ Geschlechte her. Sein Vater war Ludwig de la Tre«mouklle, Herzog von Roirmontier, Pair und Marschallvon Frankreich, und die Mutter, Renata Julia, desStaats-rakhs, Johann Aubery , einzige Tochter. Er erblickte dasLicht der Weit den n. Jul. 1660. Seine Eitern stürben zeit-lich , besonders der Vater. Weil nun sein älterer Bruder,ob er gleich blind war, dem Vater in seinen Titeln und Gü-tern