Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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26a r.xl v. Leben des Kardinals TremoMe.

Den 29. Rov. 1719. wurden neun neue Cardinäl« creitt.Weil nun der Abedu Bois hierbey Übergängen wurde, den erauf Befehl des Hofs bisher bey dem Papste aufs Nachdruck,lichste zu dieser Würde vorgeschlagen hatte, dargegen aberdir Erzbischöffe von Rheims und Mecheln mit dem Purpur,beehret wurden,^ wider deren Erhebung er bisher sehr ernst,nch protestiren müssen; so erzeigte er sich sehr mißvergnügtüber diese Promotion.

Jedoch es war dieses sein letzter Verdruß, weil er balddarauf das Zeitliche gesegnete. Es geschahe solches den 10.Jan. 1720. nachdem er nicht länger denn vier Tage gelegen.Ganz Rom beklagte ihn wegen seiner vortreflichen Eigenschaf,ten und vielen Verdienste, die er um die Kirche erlangt. Erhat niemals an den Regenten in Frankreich geschrieben, ohnezugleich das Beste der Kirche zum Zweck zu haben; er hat auchdie Constitutions, Sache allezeit so geführt, daß man deutlichmerken können, er habe keinen Gefallen an derselben gehabt,sondern gewünfchst, dieselbe beygelegt zu sehen.

Dem äußerlichen Ansehen nach war er klein von Personund etwas »»gestalt , dabey aber von einem sehr leutseligenWesen. Er hat seine Schwester, die Prinzcßin Ursini, diesich damals zu Genua aufhielt, zur Erbin seines Vermö«gens eingesetzet , dahey aber ausdrücklich befohlen, baß sogleichnach seinem Ableben alle seine Schriften mit dem Königlich«Französischen Siegel besiegelt ukd die Schlüssel dar;» demCardinal Ottoboni übergeben werden sollten. Sein Alter haker auf 6t Jahre gebracht, die Cardinals, Würde aber nichtVöllig 14. Jahre bekleidet.

I.XV.

Aloysius Priuli,

ein Venetjaner.

geb. t6zc>. Card. 1712. 1720°

iescr edle Venekianer, den andere LuöövicuM nem^ neu, wurdeden 15.Sepr. t65o. zu Venedig gebühren.Seine Eltern waren Marcus Ankomus Prinli und

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