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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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28o I^xx. Leben des Cardinals von Mailly.

Hierüber gerieth der Herr von Mailln in einen großenEnfer. Er publicine eine Verordnung nach der andern inseiner Erzblschöfi. Diöces Wider die Feinde der Päpstl. Esn«stitution und blitzte mit seinen Bannstrahten so gewaltig umsich herum, daß der Pöbel zu Rheims endlich darüber einen >Tumult erregte, darinnen seine Verordnungen vor seinem !Palaste zerrissen, und mit Füssen getreten, auch ihm selbst jvielerlei) Befchtmpffungen zugefüget wurden.

Im Jahre ,717. hatte er den Verdruß, daß die Uni« !versität zu Rheims denjenigen Bischöffen und geistlichen l(7vrxoribu5 beytrat, die wegen der ConstttUtion UmgenitliS !an ein allgemeines Concilium appellirren. Unter 25. Docto«ren war ein einziger, der fich der Appellation widersetzte. Eswurden darauf viele Sätze, die der Päpstl. Auctorüät höchstnachtheilig waren, öffentlich vertheidiget, und dadurch derEyfer des Erzbifchofs aufs höchste getrieben. Er tobte undlästerte gewaltig darwjder und führte sich in seinem Enfer so ^Unbändig auf, daß darüber bey Hofe große Klagen einliefen, ,die denselben endlich bewogen, diesem Prälaten auf alle Artund Weise Einhalt zu thun. Der Papst hatte ein großesVergnügen darüber, als er von seinem Eyfer für die Eine ^des Apostolischen Stuhls Nachricht kriegte. Er schrieb deß«halben den n. März 1717. einen umständlichen Brief anihn, darinnen er ihn zu Fortsetzung seines bisherigen EnkerSmir diesen Worten aufmunterte: Fahren Sie, Ehrwür-diger Bru-er, so, wie sre angefangen haben, fort, mit >aller Wachsamkeit ihre anvertraute Heer-e zu bewah-ren, unö mit höchstem Fleiße -enjenigen Theil -er Schaa-fe, -er sich verirret, wie-er zum Stalle -es Herrn zu-rücke zu bringen.

Dieser Ermahnung lebte er aufs getreulichste nach. Erließ in dieser Absicht ein Schreiben an den Regenten ergehen,das den 20. Jan. 1718- unterzeichnet war, und im öffentli»chen Drucke erschien, aber mit solcher Heftigkeit wider die lvermeinten Ketzer abgefaßt war, daß der Hof für gut erkann,re, dieses Schreiben als ehrenrührig zu Paris durch die Handdes Henkers verbrennen zu lassen. Es ist diese Schrift zu

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