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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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ZOO HXH. Leben des Cardmals Du Bois.

gen des Königs mit einer zierlichen Rede. Der Erzbischofvon Aix beantwortete solche und bezeugte mit vielen WortenDaS Vergnügen, das er über der Anwesenheit Gr. Eminenz«mpfände, versicherte auch, daß die versammlete Geistlichkeitallen ersinnlichen Respect für ihn hege und auf feine Pro-/ rection und Gewogenheit eine starke Hoftnmg setze.

Der Cardinal vermeinte viele Jahre nach einander alsein Premierminister von Frankreich zu leben und in dieserQualität noch unzählige Dinge zur Ehre des Königs und zumVergnügen des Herzogs von Orleans auszumachen. MeineDer Tod melde« sich. Er wurde seit geraumer Zeit mit vie»lerley Anfällen von Krankheiten beschwert. Seine Feindeschrieben die Ursache derselben seinen allzu verliebten Neignm >gen, die er zu dem Frauenzimmer trug, zu, weil er von den ^Kräften der Natur nicht mehr unterstützt wurde: seine Freun-de aber gaben vor, es rühre solches von ,der überhäuften LastDer Staatssachen her, die gröstentheW auf ihm liege und ihmals einem alten und kränklichen Manne zu schwer sey.

Die Aerzte mußten alles anwenden, was ihre Knustvermochte-, um ihm sein Leben zu fristen. Allein« die Mühewar vergebens. Er mußte sterben. Die Umstände seinesTodes bestehen in folgenden : Als der König seine Gardenmusterte, erschien der Cardinal auch dabey, uns zwar z»Pferde, hatte aber das Unglück, daß er sich nicht nur anDem Sattelknopfe verletzte, sondern auch vom Pferde fiel.

Es äußerte sich darauf an dem Orte, wo die Blase liegt, ei«ve Geschwulst, welche nach dem GttlbesiNden der Aerzte ge«schnitten werden mußte. Meine hierzu wollte er sich nichtentschlüßen, daher das Uebel den 7. Aug. dergestalt zunahm, idaß sowohl die Medici als Chirurgi dafür hielten, woftrne !«r nicht sogleich die Operation an sich geschehen ließe, er in kur-zen! des Todes seyn müßte. Der Herzog von Orleans, deman dessen Leben und Gesundheit viel gelegen war, brachte esDurch seine Beredsamkeit endlich dahin, daß er sich der höchstgefährlichen Operation unterwarf.

Er wurde zu dem Ende den stken dieses in einem Trag«Sessel von Mrudon nach Versailles gebracht. Meine er be-fand