ZO4 i.xxiir. Leben des Cardinals Tanara.
Grand trat und sich des Unterrichts des berühmten Ädvoea-tensOrsi.bediente, um sich in der Rechtsgelehrsamkeit sichfeste zu setzen, Clemens X. nahm ihn ume.r die ProtonorariosApostolicos auf und schiffte ihn als Juternuncium nach Brüstsei, wo er viele wichtige Dinge ausführte und die Apostoli-schen Mißionen in Engeiland-besorgte, chrch selbst nach Lon-don reifere und mit deMjKöyjgeIacoho II. viele geheime Re-ligions, Handlungen hatte. .
Als er sich noch zu Brüffelaufhielt - kriegte er von neuemLust, den Prälaten - Habit abzulegen. Er verliebte sich in ei-ne gewisse Marquisin und würde solche ohnfehlbar geheyrakhechaben, wenn sein.Nepote, der Graf Franz Tanara , nichtnoch zu rechter Zeit bey ihm angelangt wäre, und ihn durchnachdrücklich? Briefe, die er von seiner ganzen Verwandt-schaft mitbrachte, davon abgMlten hätte. . .
Von Brüssel wurde er,1687. als Nuncius nach Co'llngeschickt, allwo er 1688. den Todes-Fall des ChurfürstenMaximilian Heinrichs von CAn und zugleich die Unruhe er-lebte, di?ffch debSucceßsokr weg'en zwischen dem Cardinal vonFürstenberg und dem Prinzen Joseph Clemens von Bayer»ereignete. - .. »
InrJahre i690i schickte ihn Alexander VIII. mit den ge,weyheten-Windeln für den jungen Prinzen von Brasilien,der nachmlas unter dem Namen Iohannis V. den Konigl.Thron bestiegen,. nach Portugall. Nach seiner Zurückkunfternennte ihn der neue Papst Jnnocemius XII. 1691. zumNuncio nach Wien , wo er sich bis 1696. befand, nachdemer den 12. Der. 1695. zum Cardinal creirt worden. Es wur-de durch diese Promotion diejenige Prophezeyung erfüllet, mitDer man sich bisher zu Venedig getragen, daß nämlich diesel-be nicht eher geschehen würde, als bis 4. mal 12. zusammengekommen. Denn die Promotion geschah von InnocentioXll. am i2ken Tage des i2teu Monats, wobey derCandioa-ten 12. ware/i, worunter Herr Tanara die erste Stelle hatte.