I.XXIV. Leben Des CardirialsOrsini. ZI7
und sich mit den übrigen Cardinälen wegen des Orfini zuvergleichen. Da nun die Französischen Cardinäle von Rs»han und Polignac ein gleiches thaten , wurden endlich die Äl«bani gewonnen» Der einzige Cardinal Ctnfurgos war nochübrig. Dieser widersetzte sich der Wahl des Orsim blos dar-nm, weil derselbe nicht in dem Verzeichnisse derjenigen ge-standen , die ihm von dem Kayferl. Hofe ganz besonders an-gepriesen worden. Jedoch da ihm der Cardinal Tolomeßnachdrücklich zuredete, ließ er sich endlich bewegen , von sei-nem Widersprüche abzustehen»
Es harke nunmehr alles seine Richtigkeit und man wareben im Brgrif, seine Wahl durch den Acceß zu vollziehen,als Orsim selbst durch seine Thränen und Verweigerung einneues Hinderniß in Weg legte , indem er versicherte, daß erunmöglich eine Würde annehmen könnte, deren er sich nichtwürdig achte» Die Cardinäle Tolomei und Bellnga fielenzu verschiedenen malet» vor ihm nieder, ja das ganze Cardr«nals, Collegium suchte jhn durch mancherley Vorstellungenzu Annehmung der Päpstl. Würde zu bewegen. Alleine eswar nichts vermögend, ihn zu rühren , sondern er beharretefeste bey seiner Verweigerung»
Endlich fielen die Cardinäle auf den Anschlag, demGeneral des Dominicaner, Ordens, P. Pipia, zu wissenzu thun, daß er sich in dem Conclave einfinden möchte.Als derselbe anlangte, nahm er Gelegenheit, ihm nach-drücklich zuznrcden. Als es aber nichts helfen wollte,sagte derselbe endlich zu ibm: lNvnseigneur, vermöge derGewalt, welche ich über Ew. Eminenz habe, oöer viel-mehr vermöge der Gewalt, die Sie mir über Sich zu-gestehen, befehle ich Ew. Eminenz, die päbstl. wür-de anzunehmen» Der Cardinal antwortete darauf nichts,sondern neigte sich sebr tief gegen ihn , als seinen General,und unterschrieb endlich aus Gehorsam das Instrument, Kraftdessen er die Päpstl. Würde annahm. Er legte sich den Na-men BenedictllS Xl V. bey; jedoch da er sich besann, daß Pe-trus de Lirna, welcher der, Namen Beuedicius XM- gesnh«
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