I.XXVL Leben des Cardinals Aquaviva. Z29
mir Pallas? und stellte sich, als ob er ohne dieselben des Le»bens nicht sicher sey. Biese Leute thaten weiter nichts, alsdaß sie entweder Schläge austheilten oder Schläge einnah«wen, auch nicht leichtlich einen Gbirren vorbey gehen ließen,den sie nicht wacker abprügelten. Endlich wie man sich Päpstl.Seirs darüber an dem Spanischen Hose nachdrücklich be,schwerte, ließ der Cardinal mit diesen Gewaltthätigkeiten in«ne halten.
Um diese Zeit gieng auch die verdrüßliche Sache mit demCardinal del Giudice vor, die wir in desselben Leben erzehlenwollen.
Im Jahre 1719. hielt er mit dem Päpstl. StaakS-Ss,cretair, dem Cardinal Paolucci, fleißig Unterredung, weilder Spanische Hof damals im Begriff war, etwas zum Be-sten des Präkendentens wider Engelland, zu unternehmen,so aber nicht den gewünschten Fortgang hatte. In diesemJahre nahm auch der Papst eine Cardinals, Promotion vorüber die der Cardinal Aquavjva nicht Ursache hatte, gar zuvergnügt zu seyn, weil der Papst hierbei) weder aufseine Pro-testation wider die Erhebung des Herrn Belluga, noch aufseine Recommendation für den Königl. Beichtvater, P.d'Au«benron, einige Acht gehabt.
Im Jahre 1720. ließ er viel Liebe und Hochachtung ge-gen den Prätendenten blicken, indem er ihn nicht nur mitvielen Kostbarkeiten beschenkte, sondern auch desselben Ange-legenheiten mit besonderer Beflissenheit den Cardinälen vonAlthann und del Giudice anpries, auch dieselbe ersuchte, fürihn bey Sr. Kayserl. Majestät ein gutes Wort einzulegen unddessen Umstände der hohen Vorsorge dieses Monarchen be,stens zu empfehlen. Er gab auch den Z r. Der. eben diesesJahrs bey der Niederkunft seiner Gemahlin einen Zeugen ab.
Mir dem Cardinal von Althann, der alsKayferlicherAbgesandter 1720. zu RoM anlangte, suchte er sich bey allerGelegenheit in gutes Dernebmen zu sitzen. Sie erzeigtenaucheinander einezeulangalle Freundschaft. Auttn es währ-
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