Z28 I.XXVI. Leben des Cardmals Aquaviva.
König bot jhmdaraufdas reiche Erzbißthum zu Toledo an, erschlug es aberaus und nahm dafür eine Pension von^oooo.Srück Von Achten an, dieihmaufdajselbe angewiesen wurden.
Zm Aahre 1716. ward er zum ordentlichen SpanischenMinister zu Rom ernennet, in welcher Bedienung er bis anfein Ende gestanden. Er hat das Beste des MadririschenHofs stets mit großem Eyfer beobachtet und sich dadurch bei-Philippo V. in große Hochachtung gefetzt. Den 7. Dcc. hatteer als Spanischer Minister zum erstenmale bey dem PapsteAudienz. Seine ersten Verrichtungen bekraffen den Abt Al«beroni, welchen er nicht nur zur Cardiualswürde Nachdruck«lich vorschlagen, sondern auch für ihn, nachdem er dieselbe4717. bekommen, um die Bestätignngs« Bulla über das ihmertheilte Erzbißthum zu Sevilien anhalten mußte. Jedoch da ,dieser neue Cardinal durch die Spanische Flotte, die er als Pre«Miermtnister den Venetianern wider die Türken zu Hülfe zu ischicken versprochen hatte, die ^susel Sardinien, die damalsdem Kaysek gehörte, feindlich angreifen ließ, und dadurch die-sem Monarchen zuM Vyrcheil der Tüxken, mit denen er da« ^.mals in Krieg verwickelt war, eine gefährliche Diversion«rächte, kriegte der Cardinal Aquaviva von demPapsteviele«nfreirndltche Gesichtet, mußte auch manchen verdrüßiichenDiscurs von demselben anhören, weil er ih,, durch seine nach«drsicklichen Vorstellungen dahin gebracht, daß er dem Al«Leroni die Cardinalswürde ertheilet. Jedoch Aquaviva kehr«se,sich wenig daran. Er fuhr vielmehr fort, den Papst fasttäglich zu überlaufen und ihn unter vielen Bedrohungen zuAusfertigung der abgedachten Bnila für den Cardinal Albe«roni zu bewegen , worzu sich aber Clemens XI. durchaus nichtVerstehen wollte.
An dieser verdrußlicheri Sache kam noch eine an«dekt. Ein Echweitzer von des Cardinate Garde ward von«incm Sbirren zur Carnevalszeit ins Gefängniß geschleppt.Weil man nun dadurch dem Gesandten«Rechte zu nahe ge«treten, verlangte der Cardinal deßhalben vondemPapstl- Ho«fe Sakisfaction. Da er sie aber nach seinem Wunsche nichterhielt, nahm er eine große Anzahl gewafnccer Leute in sei«