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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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Z40 l-xxvll. Leben des Cardinals von Sachsen. >

Sonderlich war derjenige Brief merkwürdig, darinnen er den IHerzog mit einer Glocke verglich, die zwar den Leuten Gelegen,d.it gäbe, in die Kirche zu gehen, selbst aber nicht hineinkäme.

Endlich geschah solches;» Leipzig an der Ostermesse 1717. !da er zu großem Erstaunen aller, die sich damals in dieserStadt gegenwärtig befanden, in der Carholische« Schloß.Capelle öffentlich den Gottesdienst besuchte. Der Cardinalhatte zwar eiue große Freude darüber, konnte aber auch sei.nen Verdruß nicht bergen, da er vernahm, daß dem neuenBekenner des Römisch-Cakholischen Glaubens das StiftNaumburg entzogen worden. Er tröstete seinen Bruder deß.halben, und versprach Rath und Mittel zu verschaffen, daßidm entweder das Stift wieder gegeben oder ein zulänglichesAequivalenk zu Theile würde. Er nahm auch in dieser Absichtnicht lauge hernach Gelegenheit, sich mit dem Könige Aug». .sto zu unterreden, zu welchem Ende er im Junio zu ihm ins >Carlsbad, wo derselbe sich damals befand, eine Reise that,aber nichts ausrichtete. 1

- Kurz darauf bekam er zu Regenspurg an den Baronvon Kirchner, der ihm als Kayserlicher Oon-eomMiüariurzugeordnet wurde, einen Collegen, der die Besorgung derReichstags»Geschäfte mit ihm theilte. Es war ihm diesessehr angenehm, weil er zum öftern zu verreisen pflegte. Son«vcrlich nöthigten ihn seine Geschäfte, jezuweilcn sich nach Wien !zu begeben, welches auch im März 1718. geschah, da ernicht nur dem Kayserl.Hofe von den Reichs. Angelegenheitenmündlichen Bericht erstatten, sondern sich auch mit dem Chur.Prinzen von Sachsen, dem letzkverstorbenen Könige in Pohlen,der sich damals zu Wien aufhielt und in seiner ordentlichenWohnung, die er in dieser Stadt hatte, logirte, unterreden iwolle. Als er nach Regenspurg zurücke kam, nahm er den ^2i. Iul. von dieser Reichsstadt im Namen des Kaysers die-Huldigung ein.

Nicht lange darauf erlebte er in seinem Fürstk. Hausesowohl Freude als Leid. Freude erweckt; rs ihm, aieseinV-t.