I^xxvm. Der Cardinal del Giudice. zzz
NtS Alters und ZZsten seiner Cardinals - Würde. Er hatnicht länger denn ir. Minuten mir dem Tode gerungen, undin Gegenwart seines Vetters, Ricolai de! Giudice, und desGenerals der Conventual-Patrum, der ihm zweymal die letz-te Oelung gegeben, ein erbauliches Ende genommen.
Er soll ein Vermögen von 400000. Scudi hinterlassenhaben, wovon seine Vettern, der obgedachte Nikolaus delGiudice, der nachgehends Cardinal worden, Und der Herzog! von Giovenazzo zu Universal. Erben eingesetzt worden, die
> aber etwas davon zu milden Stiftnngenhaben anwenden müs-sen. Sein Cörper ward in das Erbbegräbniß seines Hauses,vas sich in der Earmeliter-Kirche zu Neapolis befindet, ge-schaht , und allda beerdiget. Er war ein magnifiquer Herr,der zwar viel Erfahrung in Staats-Sachen, aber nicht zu-längliche Geschicklichkeit denselben vorzustehen , besaß; wie er
> sich denn zum öftern sehr übereilet , auch in der Kunst sich M! stellen und verstellen nicht den besten Meister abgegeben.
I.XXIX.
Josephlts Valemanni-von Fabriano.geb. 1648. Card. 1707. E- I 72 I-
/^r stammte aus der Stadt Fabriano, di'e iN -er Äneonikä»^ Nischen Mark liegt, her, und wurde den y. Jun. 1648.^ zur Welt gebohren. Sein Vacer hieß Rainaldus Fran-ciscus Valemanni, die Mutter aber Magdalena de la Kenga.Er studirte zu Rom bey den Jesuiten in demCoilegioRoma-ns , worauf er zu Macerata die Rechte lernte , auch daselbstDockor wurde. Als er nach Rom zurücke kam, nahm ihnder Cardinal Aemilius Aktien unter seine Hof-Cavaliersanf.Dieser bestieg darauf innrer dem Namen ClememiS X. denPapstl. Stuhl, worauf erihn zu seinem Cammerer und Mund-schenken machte, auch ein Canomcak an der Peters-Kircke
Z gab,