I.XXX. Leben Des Cardmals Tolomei. Z59
, Ilrstrumenken und einem Naturalien «Cabinek zu bereichern.
! Durch seinen Vorschub bekam dieses k^luleum nach dem Todedes P. Bonannt nicht nur einen viel bequemern Platz, wieauch mehr Steine, Urnen, Hetruscische Gefäße- Instrumentte und was zur khilolophia LxperimeMLli gehöret, sonderner bestimmte auch etw besonderes sehr reiches Vermächtnisdarzu-
Nachdem er seine Polemischen Lectiones zu Papiere ge«j bracht, arbeitete er an einer Fortsetzung der Controversiendes Bellarmini, welche er und ^Mtrone§ nennte,
davon er so viele fertig hinterlassen hak, daß sie einen starkenFolianten ausmachen würden, wenn man sie unter die Pressegeben wollte. Er war auch entschlossen, Bellarmini Werkselbst nach der Cöllnischen Edition wieder aufzulegen und inacht Theilen ans Licht zu stellen, weil die vielen Anmerkun«
! gen, Zusätze und Vertheidigungen gleich dem Texte beyge«fügt werden sollten. Er hatte bereits 6. Folianten von die-sem Werke ins Reine schreiben lassen. Meine da es in Druckkommen sollte, fand es in der Censur einigen Widerspruch,und da er kurz darauf Cardinal wurde, ließ er die -Heraus-gäbe dieses Werks gänzlich liegen.
Bis 1706. verwaltete er das öffentliche Lehr-Amk derControversien, worauf er Professor der Hebräischen Sprachewurde, welches er bis 1709. geblieben, da ihm der P. Airol»di gefolget, doch behielt er die Sorge für die Biblistheck.Kurz darauf wurde er Consultor bey der Congregation dererKirchen »Gebräuche und Examinator der Bischösse. Erwürde auch 1706. seine Wabs zum General desIesuitewOr«dens nicht haben abwenden können, wenn er es nicht vorausI gemerkt, und deßhalben von dem Papste ei» Breve erhaltenI hätte, ihn damit zu verschonen.
Seine Art zu studiren war diese: Wenn andere des Mor,gens erst aufstunden, fieng er schon an zu meditiren, weitersich allezeit eine Stunde eher aus dem Bette machte, seineAndacht zu verrichten. Men Tag über saß er beständigüber den Büchern, so viel -s seine Anus»Verrichtungen und
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