(vm.) Leben des Cardinals v. Yorck. 99
«0 auch denjrz. Ock. sein Bruder sich einfand. Er erhubsich mit demselben den loden nach Fonrainebleau zum Köm'«ge, der sie beyde sehr gnädig empfienge, ihnen Quartier aufdem Schlosse gab und sie mit ansehnlichen Pensionen versähe.Sie kehrten nachgehends nach Paris zurücke, brachten dasJahr vollends daselbst zu und ergötzten sich bisweilen mirder Jagd.
Im Jahr 1747. begab sich der jüngere Bruder, PrinzHeinrich, wieder nach Rom, wo er den 25. May anlangte.Er war nunmehro auf Anrathen vieler vornehmen Freundeentschlossen, in den geistlichen Stand zu treten- Der PapstBenediccus XIV. hatte eine große Freude darüber und mach,tt lhm unter der Hand Hoffnung, bald zur Cardinalswürdezu gelangen. Dieses erfolgte auch nach wenig Wochen. Denn! da der Heil. Vater den z. Iul. ein geheimes Consistorium
> hielte, creirte er ihn unvermurher zum Cardinal, nachdem' der Prinz einige Tage vorher bey einer in der großen Eapelle^ des O.uirinalS von dem Papste gehaltenen Messe die so ge«
nannten Orden empfangen hatte. Der Papst hielte hierbeyeine weitläufige Rede, darinnen er sowohl den neuen Car,
^ dinal, als desselben Eltern sehr rühmte. Der Ansang lau,
> me also:
^ Ehrwürdige Brüder! wir haben uns entschlossen,
. ,, zur Ehre des Allmächtigen und zu Unterstützung und Zier,s „ de der Kirche einen Cardinaldiaconum zu creiren. Es ist, „ unser theurer Sohn in IEsu Christo , Heinrich Bene-j „ dice Clemens , Herzog von Rorck, nach dem Fleische, „ ein Sohn unsers in IEsu Christo geliebten Sohnes, Ja«
, „ cobi III. Königs von Großbritannien, den wir schon un,c ,, ter die Fahne der geistlichen Militz haben einschreiben« lassen. „
n Nachdem er hierauf die rühmlichen Thaten seines Va«n rers erzählet und die Heiligkeit und vielen Tugenden seiner^ verstorbenen Mutter gerühmet, fährt er in seiner Rede also1, fort: " Von solchen Eltern ist Heinrich, Herzog von Porck,§ //gebohren und zwar, um zu beweisen, daß gute Bäume
G a noth,