(XIV.) Leben des Eardmals de Cordua. 129
Man setzte an dem Cardinal Gerfale sowohl die Mengeseiner Verwandten und Reporen, als auch ferne allzu großeErgebenheit gegen den König/ samt den» Mangel des Ei»fers vor die Hoheit und Rechte des Apostolischen Gmblsaus.Es kam zur Zeit des letzten Conclave zu Rom ein Gedichteunter diesem Titel heraus: OM1//0 eiei />. Oensrale <ie 6e/m-ri snrto />er ßlr atti eis/ /'a/nrrerr lVsta^o L'a^rta/rno, worinnen derCardinal Gersaie wegen der Treue gegen seinen König aufsäußerste durchgezogen wurde. Man rechnete es ihm sonderlichzu einem Verbrechen an, daß er an der Tafel des Königsdas Trschgebeth zu verrichten pflege, welches für einen Car-dinal »»anständig sey. Jedoch ob er gleich als ein Lieblingdes Spanischen MonarchenS nicht mit den Grundsätzen desRömischen Hofs unter der Regierung Clementis Xlkl. ein-stimmig war, so hätte sich doch der Apostolische Sruhl vor»ihm nichts nachrhetliges befürchten dürfen wenn er auf den»selben etboben worden wäre. Jedoch er mußte dteßmal demGanqanclN welchen, der unter dem Namen Clemens XIV.den Päpstl. Thron bestieg; jedoch Serjale zürnte nicht dar,über, sondern kehrte nach vollzogenerKrönrmz ganz vergnüge«ach Neapolts zurücke.
(XIV.)
Ludovicus Ferdinande; de Lordsua.
ein Spanier,
geb. 1696. Card. 1754.
fT^iefer vornehme Cardinal ist ein Sohn Ludwigs Frans! H ) cisci de Cordoua, Herzogs von Feria, eines der vor,' nehmsten Granden von Spanien. Seine Mutter,
Felicia Maria, des Herzogs von Medina Celi Tochter, brach,re ihn den 21. Jan. 1696. zu Montilla in Andalufien, ei-nem Lehenaute feines väterlichen Hauses, zur Welt. Erwurde standesmäßig erzogen, aber dem geistlichen StandeJewidmet. Er kriegte jung eine Domherrnstelle bey der Erz,LaihrdErch« ,» T-l-o» und »»«an»««»