Band 
Des vierten und letzten Theils erste [-zweite] Helfte, [...].
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126 (XM.) Leben des Cardinals Sersale.

(XM.)

Antonius Sersale,

ein Neapolitaner.

geb. 1702. Card. 1754.

F^r stamme aus einem vornehmen Neapolitanischen Ge<schlechte her, von welchem einer, der vielleicht scinBrmder ist, Namens Hieronymus Marca Sersale, Herzogvon Cerisano, im April 1756. zumPräsioenren der Vicariazu Neapolis ernennet worden. Seine Mucker, die ihn veir2ö Iun. 1702. zu Gorrenro zur Welt gebracht, starb denrtz. Fcbr. 1756. ich kann aber nicht sagen, wer sie gewesensey. Er erwählte den geistlichen Stand und wurde von Ju,gcnd auf in allem , was einem vornehmen Prälaten anstän,drg ist, treulich unterwiesen. Er kriegte seines exemplari.sehen Wandels und anderer guten Eigenschaften wegen imJahr 17Z5. das Bißrhum zu Sora. Von diesem wurde erolmgef-hr 1748. zum Erzbißthum zu Brindisi und den r6.Nov. 1750. zum Erzbißthum zu Taranto befördert.

Im Jan. 1754. legte der Cardinal Spinelli das Erz.Lißthum zu Neapolis nieder, woraufHerr Sersale das Glückehakte, auf des Königs Recommendation von dem Papste andeßen Stelle den rr.Febr. 1754. zu diesem wichtigen Erzbiß.thun, ernennt zu werden. Er ließ darauf den 2. März, weller sich zu Rom befand, durch den Herrn Terz, von der Ca<ihedralkirche zu Neapolis Besitz nehmen, der König aber, dermit seiner Erhebung ungemrin zufrieden war, ließ den Erz.bischöflichen Palast anfs herrlichste ausschmücken. Er schenk,re zu dem Ende 16. Stück ausnehmend schöne Tapeten, 24.Venekianische Spiegel, davon die kleinsten 8- Fuß hoch und !4. Fuß breit waren, und 6. mit köstlichen Steinen besetzte Ti.sche an denselben. Ehe er von Rom abreisete, empfieng erauch den 22. April ganz allein die Cardinalswürde. Weil eranwesend war, bekam er sogleich aus des Papsts Händen das zBirek und einige Tage darauf den Hur, den 20. May aberden Prrestmttel von St. Pttdentiana. z

Seine,