Band 
Erster Theil.
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bensart billigen, und selbst Diener ihrer Lei-denschaften werden.

Die Könige in Aegypten vertrugen esganz willig, daß man nicht allein, ihnen dieBeschaffenheit ihrer Speise und das Maaßihres Trankes vor schrieb, (denn dieses war,in Aegypten, sehr gewöhnlich, wo jedermann !nüchtern lebte, und wo die Landlust zur !Mäßigkeit antrieb;) sondern, daß auch ihre zübrige Handlungen, nach den Gesetzen, ein-gerichtet werden muffen.

Gleich früh, bey anbrechendem Tage,wenn der Geist sich noch munter befindet,und die Gedanken am lebhaftesten sind, lasensie ihre Briefschaften durch, damit sie sich ei-nen desto richtigern und wahren Begriff von !den Sachen machen möchten, davon sie den ^Ausspruch thun solten. !

Kaum hatten sie sich angekleidet, so gieri-gen sie m den Tempel, zum Opfer, Daselbst !wohnten sie, in Gegenwart ihres ganzenHofes, dem Gebete bey, welches der Opfer-priester mit lauter Stimme, vor den Opfern,aufdem Altare, sprach, und in welchem erdie Götter um Gesundheit, und alle Artender Glückseligkeit für den König, bat, weilderselbe feine Völker mit Gütigkeit und Ge-rechtigkeit, nach dem genauesten Inhalte derLandesgesetze, regiere. Der Priester gieng

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