j der Aegyptier. ?r
! alle seine Königlichen Tugenden sorgfäl-tig durch, und bemerkte, wie ehrerbietiger gegen die Götter, wie leutselig, bescheiden,i gerecht, großmüthig aufrichtig und wahr-! hasstig er gegen die Menschen, sey. Er sey! fteygebig, und Meister Hber sich selbst: erstrafe weniger, als man es verdiene, und be-lohne mehr, als man werth sey. Hieraufi redete er von den Fehlern, welche die Köni-ge begehen könnten. Dabey aber setzte er^ doch beständig voraus, daß sie nur dmchUnwissenheit oder Uebereilung darein vers^ fielen, und verfluchte ihre Bedienten, die ihr' nen bösen Rath gäben, und die Wahrheitverdeckten. So unterwies man die Köni-ge. Man glaubte durch Verweise verbit-! tere man ihre Gemüther nur noch mehr.
§ Man hielt davor, das sey das kräftigste. Mitte!, ihnen die Tugend beyzubringen,wenn man ihnen ihre Schuldigkett, in Lo-beserhebungen, die den Gesetzen gemäß wa-ren, und vor den Göttern mit einer ansehn-lichen Ernsthaftigkeit, ausgesprochen wur-den, anzeigte. Nach verrichteten Opfern, und Gebeten, las man dem Könige, aus, den heiligen Büchern, den Rath und diej Thaten der grossen Helden vor, damit er!> seinen Staat nach ihren Grundsätzen regie-^ ren, und die Gesetze erhalten möchte, wo-i E 4 durch