-8 Historie
die Grabmäler in Aegypten erbauet wckren. ^Ausser dem, daß man sie, als geheiligteDenkmale, aufrichtete, welche das Andenkengrosser Punzen bis aufdie Folgezeiten, brin- -gen sollten; so sahe man sie auch, als solcheWohnungen, an, darum die Leiber vieleJahrhunderte durch, sich aufhalten würden.Da man hingegen die Häuser nur Herber«»iodor. gen nennte, darum man sich, gleichsam wie >B i. p.47. jm Vorübergehen, und während eines Le- !bensbefande, welches viel zu kurz ist, alsdaß man sich daselbst fest setzen könnte.
Weint jemand, in einem Geschlechte, ver-starb, so legten alle Freunde und Anver-wandten ihre gewöhnliche Kleidung ab, undnahmen Trauerkleider: sie enthielten sichvon Brodt und Weine und allen niedlichenSpeisen. Die Trauer dauerte vierzig bissiebzig Tage, nachdem es etwann der Standder Person erforderte.
Hersd. Es waren drey Arten, die Leichname ein-
»,'or.E zubalsamiren. Die prächtigste gehörte fürD.i.p.zi.hje ansehnlichsten Leute, und die Ausgabedabey beliefsich aufein Talent Silbers, dasist, auftausend Thaler.
Es wurden verschiedene Diener zu die-sem Gebrauche bestellet. Einige zogen dasGehirn, durch die Nasenlöcher, mit einemEisen, welches ausdrücklich dazu gemacht
war.