Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

rvL Historie

sein Geschlecht zu vermehren. Konnteman den Verstorbenen keines Fehlers über-führen, so begrub man ihn mit vielen Eh-renbezeugungen.

Das erstaunenswürdigste, bey dieser öf-fentlichen Untersuchung, die man wider dieTodten anstellte, war, daß auch der Thronkeinen davon befteyen konnte. Die Kö-nige wurden, in ihrem Leben, gescho net, weiles die gemeine Ruhe so erforderte: aber siewären nicht von derjenigen Beurtheilungausgenommen, die man, nachdem Tode,über sich muste ergehen lassen, unrd einigewurden des Begräbnisses verlustig. Beyden Israeliten geschahe etwas, dws diesemgleich kam. Wir sehen in der Sehr ist, daßdre schlimmen Könige nicht in die Gräberihrer Ureltern geleget wurden. Darauslernten sie, daß, ob sie schon ihre Majestät so jlange sie leben, über alle menschliche Urthei-le setzet, sie sich densilben doch unterwerfenmüssen, wenn sie der Tod den andern Men-schen gleich gemacht hat.

Wenn nun der Urtheilsspruch für denVerstorbenen wohl ausfiel, so schritte manzu dem Gepränge des Begräbnisses. Manhielt ihm eine Lobrede, ohne baß man etwasvon seiner Ankunft einstießen ließ. Dennganz Aegypten ward por edel gehalten.

Man