der Aegyptier. 129
i abqeschifften Früchte wieder nach Hause"
! getragen. Aegypten lerne demnach, und"j glaube es aus der Erfahrung, daß es uns"i nicht Unterhalt, sondern Tribut giebet."HEs wisse, daß es dem römischen Volke"nicht nothwendig, und dennoch dienstbar"sey. Es wäre um dieses fruchtbare Land"geschehen gewesen, wenn es ftey gewesen"wäre. Es schämte sich seiner ungewöhn-"lichen Unfruchtbarkeit, und erröthete nicht"weniger über den Hunger, als es von"demselben gedrücket wurde: da du , zu"gleicher Zeit, seiner Nothdurft so wohl,"als seiner Beschämung abgeholfen hast."Also ist, durch deine Wohlthat, derBoden"nicht mißgünstig, und der Nil ganz gehör-"sam vorgestellet worden, der für Aegyp-"teu zwar vielmals reichlicher, für unsern"Ruhm aber niemals reichlicher und mil-"der geflossen. "
Der Vorwurf, welchen hier Plinius denAegyptiern macht, daß sie sich, aufeine ei-tel? und thörichte Art, mit den Ueberschwem-mungenihres Nils, Wohlgefallen, bemerketeine ihrer besondernsten Gemüthsneigun-gen, und erinnert mich an eine schöne Stelleaus dem Ezechiel , allwo GOTT zumPharao, emem ihrer Könige, also redet:
S Sir-