Band 
Erster Theil.
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164. Historie

mehr vor einen Vater, als vor einen Hemrder Völker. Deswegen wurde er auch unrgemein von ihnen geliebet. Ganz Aegyp-tenerthonte von seinem Lobe, und sein Na-me wurde überall verehret.

Man sollte meynen , ein so gütiges undweises Verhalten, würde ihm den Schutz derGötter erwoMr haben. Mein, es wies ^sich ganz andE aus. Sein vielfältigesUnglück fieng sich mit dem Tode einer ein- Izigen Tochter an, die er zärtlich liebte, und >die sein ganzer Trost war. Er ließ ihr unr >gemeine Ehrenbezeigungen erweisen, davonsich noch, zu des Herodotus Zeiten, Spu- !ren fanden. Dieser saget, daß man, in der -Stadt Sais, bey dem Grabe dieser Prinr ^zeßin, Tag und Nacht, den herrlichstenWeyhrauch brenne, und, alle Nachte, einebrennende Lampe daselbst unterhalte.

Er erfuhr, durch einen Orakelspruch, daßer nur sieben Jahre herrschen werde. Und !als er sich hierüber, bey den Göttern, be- !schwerte, und dieselben fragte, warum denn !die Regierung seines Vaters und seines !Vetters, die doch, ausgleiche Weise, so gott- ^los, als grausam, gewesen, mit so vielem ^Glücke, sdlange gedauret hatte,und warum ^denn die seinige, die er doch, nach Möglich-keit, billig und angenehm zu machen, bemü-