Der Aegyptier. 191
Vorfahren. Er ergriff wieder die InsulCyprus die Waffen. Er griff die StadtSrdon, zu Wasser und Lande, an, nahm sie- ein, und bemeisterte sich ganz Phöniciens! und Palästinen.
Ein so geschwinder und glücklicher Fort-gang machte ihn, zum höchsten, aufgeblasen.Herodotus erzehlet von ihm, daß er sohochmüthig, und in seine Hoheit so thörichtverliebt gewesen, daß er sich gerühmt habe,es stände auch nicht einmal in der Gewaltder Götter,ihn vvm Throne zu stoßen; so sehrglaubte er seine Macht befestiget zu haben.
In Absicht auf diese Meynung leget ihmEzechiel diese Worte in den Mund, die voll Erechthörichter und gottloser Eitelkeit sind: DerFluß ist mein, und ich habe ihn mirgemacht. Der wahre GOtt ließ ihn her-nachmals fühlen, daß er emen HErrn übersich habe, und nichts, als ein Mensch sey; under ließ,durch seine Propheten,lange Zeit vor-her, alles Uebel verkündigen, damit er seinenHochmuth zu bestrafen, beschlossen hatte.
Kurze Zeit hernach, als Ophra den Thronbestiegen hatte, schickte Zedekias, König inIuda,Abgesandten zuihm,schloß einenBundmit ihm, brach, im folgenden Jahre, den Eidder Treue, den er dem König zu Babylon ge-leistet hatte, und empörte sich öffentlich wie-der denselben GOtt