Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

der Aegyptier. 20z

erbietung für ihn, die man der königlichenHoheit schuldig ist.

Er hattediese Einrichtung gemacht, daß Ebenda«j er alle Morgen dazu anwendete, die Bitt-' schriften anzunehmen, Verhör zu geben,Urtheile zu sprechen, und geheimen Rath zuhalten: die übrige Zeit war dem Vergnü-gen gewidmet. Und darr über der Mahlzeitund im Umgänge ungemein aufgeweckt war,daß er bisweilen, mit der Munterkeit, ausdemGleisse zu treten schienzso nahmen sich dieHofleute die Freyheit, ihm dieses vorzustel-len. Er antwortete ihn aber: das Ge-müthe könne nicht stets ernsthaft und be-schäftiget seyn, eben so wenig, als man einenBogen beständig gespannet lasse.

Eben er war es, der den gemeinen Mann,in jeder Stadt,verbindlich machte,seinenNa-Men, bey der Obrigkeit, einzuschreiben, unddabey anzugeben, vonwas vor einem Hand-werke er sich nähre. Solon fügte diesesGesetz den feurigen bey.

Er baute verschiedene prächtige Tempel,besonders zu Sais, welches seine Geburtsrstadt war. HerodoLus bewundert darinnabsonderlich eine Capelle, die von einem ein-zigen Steine erbauet war, welcher, von aus-sen, ein und zwanzig Ellen in der Länge, vier-zig in der Breite,und acht in derHöhe,hatte;

von