E her Carthagkneliser. 227
^ Staatsgeschafte abgehandelt, man las dieBriefe der Feldherrn darum ab, man nahmDie Klagen der Landschaften an, man gabi den Abgesandten Gehör, man beschloß Frie-? ve und Krieg darinn, wie man, bey verschie-denen Gelegenheiten, siehet.
Wenn die Meynungen einerley waren,und alle Stimmen überein ausfielen, als-^ denn machte der Rath einen freyen undunumschränkten Schluß, der die höchste^ Gültigkeit hatte. Fand sich ein Zwiespaltzwischen ihnen, und man konnte nicht einigi werden, so wurden die Sachen dem Volke
> vorgetragen, und, in diesem Falle, hatte die-! sts die Macht, den Auöspruch zu thun.
> Mau kann die Weisheit gar leicht begreifen,
. Die sich in dieser Anordnung fand, und wie! vermögend dieselbe war, allen hinterlistigeni Ränken Einhalt zu thun, die Gemüther zuI vereinigen, die guten Rathschläge zu unter-stützen , und sie ins Werk setzen zu helfen;indem eine so beschaffene Gesellschaft unge-mein über ihr Ansehen hielt, und nicht ger-ne zuließ, daß dieselbe in andere Hände kam.
Im Polybius findet man ein denkwürdi- p-lyb. imges Beyspiel davon. Als, nach dem Ver-»AU.luste der in Africa vorgefallenen Schlacht,zu Ende des zweyten Punischen Krieges,die Friedens bedingungen, die der Ueberwin-P 2 der