-48 Historie
verursachet, oder aus Hoffnung, von einemneuen Freunde wichtigere Vortheile zu er-halten, oder aus Furcht, in das Unglück ei- ^nes alten Bundesgenossen mit verwickeltzu werden, geschehen.
Die zinsbaren Völker, die endlich auchder Last und Schande eines Joches über-drüßig wurden, welches sie, mit grosser Unsgedult, trugen, schmeichelten sich auch insge-mein, mit Veränderung der Herrschaft, einleichteres zu finden: oder, wenn nun ja dieKnechtschaft unvermeidlich war, so war esihnen gleichgültig, ob sie diese oder jene er-wehren, wie man aus verschiedenen Bey-spielen, die uns diese Historie an die Handgiebt, sehen wird.
Die in Sold genommenen Völker, wel-che ihre Treue, nach der Grösse und Dauerdes Soldes abzumessen pflegten, warenauch, bey dem ersten gegebenen Mißvergnü-gen, oder auch bey dem leichtesten Verspre-chen eines grösseren Soldes, allezeit bereit,zum Feinde überzugehen, den sie schlagenwollten, und die Waffen wieder diejenigenzu kehren, von denen sie, zu Hülfe, geruffenwurden.
Da sich nun also Carthago, nur durchdergleichen äußerliche Stützen, erhielt, sowurde es, bis auf den Grund, erschüttert,
s»