Band 
Erster Theil.
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- der Carthaginenfer. 257

den, mit den Feinden, schriftliche odermünd-liche Gemeinschaft zu unterhalten.

- Was konnte man, von so einer Einrich-tung, erwarten? Drum sahe man auch unterI ihnen niemals diese Leutseligkeit, in der Auftf führung, dieses ungezwungene in den Sit-ten, diese Neigung zur Tugend, welche die^ Auferziehung den Völkern beyzubringenpfleget, unter denen sie beobachtet wird.

^ Die geringe Anzahl der grossen Männer,welche Carthago gab, müssen unfehlbar ihri Verdienst, einer glücklichen Gemüthsart,v einer sonderbaren Geschicklichkeit und einer1 langwierigen Erfahrung, einzig und allein,

> zu danken haben, ohne daß der Unterricht! und die Anweisung viel dazu beygetragen.! Daher kommt es auch, daß, bey diesem Vol-ke , das Verdienst der größten Männer,durch große Fehler, niederträchtige Lasterund grausame Leidenschaften, so sehr be-schwitzet worden. Und es ist etwas selte-nes , daß man daselbst eine Tugend, ohneFlecken und ohne Tadel, glänzen siehet, wel-che edel, großmüthig, liebenswürdig wäre,und durch fest gestellte und erleuchtetel Grundsätze unterstützet würde, wie man es,bey Römern und Griechen, in Menge, sie-het, Man spüret wohl, daß ich hier nurR von