26 r Historie
Dieses waren die Fehler der Carthagi-nenser nicht alleine. Sie hatten in ihrerGemüthsart etwas strenges und wildes anpluk.«t«sich. Sie zeigten eine hochmüthige und ^EAp. herrschsüchtige Betragung, und eine Art ei- 'rensey. 11er Grausiunkeit, welche in der ersten HitzeZorns, weder Einrede noch Vernunfthörte, sondern, zu den äussersten Ausschwei-fungen und Gewaltthätigkeiten , auf dasunvernünftigste, geneigt war. Das nieder-trächtige und furchtsame Volk, welches, inseinem Zorn, hochmüthig und gr ausam war,machte alle, die ihm unterworfen waren, zit-tern, eben zu der Zeit, wenn es selbst, unterseiner Obrigkeit, erzitterte. Hier sieht man,was vor einen Unterschied die Auferziehung,unter einem Volke und einem andern, ver-ursachet. Das Volk zu Athen, welcheStadt allezeit vor den Mittelpunkt der Ge-lehrsamkeit gehalten wurde, hielt eigentlichsehr über seine Gewalt, und es war schwer,mzt ihm, umzugehen. Unterdessen hatte eS ,eine würkliche Gütigkeit und Leutseligkeit,'welche dasselbe gegen andere unglücklichemitleidig machte, und auch selbiges anwies,die Fehler seiner Vorsteher mit Glimpf und -Gedult, zu ertragen. Cleon verlangte eins-. malS, man sollte die Versammlung, in wel-- cher er den Vorsitz hatte, aufheben, weil er