Band 
Erster Theil.
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494 Historie

Nach verschiedenen Bewegungen kauenendlich beyde Kriegsheere bey Cannae,einer kleinen Stadt in Apulien, an demFlusse Aufidus gelegen, zusammen. WeilAnnibal sich in einer geraden undübcralloffen stehenden Ebene gelagert hatte, undseincReuterey der Römischen sehr überlegenwar, so hielt es Aemilius nicht vor rath-sam, an diesem Orte, sich in eine Schlachteinzulassen. Er wollte haben, man scllteden Feind an einen Platz ziehen, wo dasFußvolk das meiste im Streite konnte zuthunhaben. Sein Mitgehülfe, einFeld-herr ohne Erfahrung, war ganz andererMeynuug. Und hierinn bestehet auch diegrößte Unbcqvemlichkeit, wenn die Ober-herrschaft zwischen zweenen Feldherren ge-theilet ist, zwischen denen Eyfersücht, oderwiörige Gemüthsneigungen, oder verschie-dene Absichten , nur allzuoft Trennungenanrichten.

Das Kriegsvolk von beyden Seiten hat-te sich seit einiger Zeit, mit leichten Schar-mützeln begnüget. Eines Tages, als Bar-ro gleich zu befehlen hatte, (denn die Ober-herrschaft kam Tageweise von einem Bür-germeister, auf den andern;) schickte sichendlich alles, von beyden Theilen, zurSchlacht an. Aemilius war nicht um